Beschreibung im Lexikon

Qualifikation

Qualifikation als fachliche und soziale Kompetenz von Arbeitnehmern

Qualifikation bezeichnet allgemein die Fähigkeit eines Arbeitnehmers, die verschiedenen Aufgaben einer Stelle beziehungsweise eines Berufsbildes in angemessener Weise zu erledigen. Dabei handelt es sich bei Qualifikationen zum überwiegenden Teil um erlernte Fähigkeiten.

Grundsätzlich lassen sich mit der Fachkompetenz und der sozialen Kompetenz zwei Arten von Qualifizierungen unterscheiden. Die Fachkompetenz stellt das Ergebnis einer schulischen, universitären oder dualen Ausbildung dar. Fachliche Weiterbildung, wie Arbeitnehmer sie zum Beispiel in Form von Lehrgängen wahrnehmen, vergrößert diese Kompetenz.

Dagegen sind unter sozialer Kompetenz verschiedene Eigenschaften zu verstehen, die Mitarbeiter für die effiziente und konstruktive Interaktion mit Kollegen, Untergebenen und Vorgesetzten benötigen. Sie umfasst viele verschiedene Aspekte, dabei nehmen Teamfähigkeit, Durchsetzungsstärke, Konfliktfähigkeit und interkulturelle Kompetenz einen besonders hohen Stellenwert ein. Für die soziale Kompetenz ist auch der englische Ausdruck Social Skills weit verbreitet. Anders als bei der fachlichen Qualifizierung bringen Arbeitnehmer aufgrund ihrer Persönlichkeit zahlreiche dieser sozialen Fertigkeiten von Anfang an mit. Mit zunehmender Arbeits- und Berufserfahrung eignen sie sich weitere Socials Skills an beziehungsweise bauen ihre bereits vorhandenen weiter aus.

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Die Bedeutung der Qualifikation für das Human Capital Management

Für Unternehmen kommt es entscheidend darauf an, alle Arbeitsplätze mit ausreichend qualifiziertem Personal auszufüllen. Das Workforce Management übernimmt diese wichtige Aufgabe. Es organisiert langfristig angelegte Prozesse, um neue Mitarbeiter zu finden und die bestehende Belegschaft durch Qualifizierungen zu fördern. Dies wird im Zuge der fortschreitenden Weiterentwicklung von Arbeitsprozessen, insbesondere durch die zunehmende Digitalisierung, in immer größerem Umfang erforderlich.

Das Bewerbermanagement strebt an, Stellen so zu besetzen, dass ein zuvor definiertes Anforderungsprofil mit dem Qualifikationsprofil des eingestellten Kandidaten weitgehende Übereinstimmung aufweist. Fachliche Kenntnisse bilden einen großen Teil einer derartigen Stellenbeschreibung. Abschlusszeugnisse von Bildungseinrichtungen sowie Arbeitszeugnisse aus früheren Beschäftigungsverhältnissen dienen dabei als Beleg der beruflichen Qualifikation. Die Ausprägung verschiedener Soft Skills macht ebenfalls einen wichtigen Bestandteil des Anforderungsprofils aus.

Nur, wenn zwischen Anforderungs- und Bewerberprofil nahezu Deckungsgleichheit besteht, gilt ein Bewerber als ausreichend qualifiziert für die Stelle. Dem Talentmanagement stehen verschiedene Methoden und Verfahren für die Überprüfung dieses Sachverhalts zur Verfügung, sie umfassen zum Beispiel die Potenzialanalyse und Assessment Center.

Laufende Weiterqualifizierung in der modernen Arbeitswelt

Heute gilt das Motto vom lebenslangen Lernen. Es impliziert, dass erworbene berufliche Qualifikationen, wie zum Beispiel Berufs- oder Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschlüsse, nur die Grundlage für das erforderliche Fachwissen bilden. Arbeitnehmer müssen sich während ihres gesamten Berufslebens permanent neue Wissensinhalte, Techniken und andere Fertigkeiten aneignen, um ausreichend qualifiziert zu bleiben. Das Gleiche trifft auf soziale Kompetenzen zu. In diesem Bereich kann gezieltes Coaching wertvolle Unterstützung leisten.

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