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Kulturwandel zur „People Company“: Ein Praxisbeispiel

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Kulturwandel zur „People Company“: Ein Praxisbeispiel

Simone Seidel, Director People Management bei Sage in Central Europe spricht über den Wandel hin zur People Company. Basis ist eine Studie zur Arbeitsproduktivität unter 3.500 Arbeitnehmern.
(Die Studienergebnisse können Sie sich am Ende des Beitrages kostenfrei laden.)

Nur 15 Prozent der Beschäftigten haben eine starke Bindung zu ihrem Unternehmen und gehen hoch motiviert zur Arbeit. Das Gros der Mitarbeiter macht hingegen Dienst nach Vorschrift oder hat innerlich bereits gekündigt. Darunter leidet die Produktivität der gesamten Organisation. Hochgerechnet auf den Wirtschaftsstandort Deutschland entstanden im vergangenen Jahr aufgrund unzureichender Mitarbeiterbindung volkswirtschaftliche Kosten von bis zu 103 Milliarden Euro. Das Umdenken hin zur People Company ist daher ein nicht unwichtiger Schritt.

People Company: Was motiviert Mitarbeiter wirklich?

Mitarbeiter wünschen sich vor allem eines: ein gutes Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten. Laut Studie ist das für 65 Prozent der wichtigste Baustein auf dem Weg zu mehr Motivation. Es ist also der „Faktor Mensch“, der darüber entscheidet, ob sich Beschäftigte am Arbeitsplatz wohlfühlen oder nicht. Aber auch flexible Arbeitszeiten rangieren für jeden Zweiten auf der Favoritenlisten ganz oben. Ob Arbeitszeitkonten, Gleitzeitangebote oder mobiles Arbeiten unabhängig von Zeit und Ort – wem Freiheiten in der Arbeitszeit- und -platzgestaltung gewährt werden, weiß das zu schätzen und dankt es seinem Arbeitgeber durch mehr Einsatz und Engagement. Aber auch Teamarbeit (33 %), Raumgestaltung (32 %) und betriebliches Gesundheitsmanagement (31 %) wirken sich nachhaltig auf die Motivation aus. Allerdings sind die einzelnen Faktoren nicht überall gleich ausgeprägt. Daher müssen HR-Verantwortliche die größten Motivatoren individuell evaluieren.

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Sage nimmt Mitarbeiterbedürfnisse unter die Lupe

Diesen Weg ist auch die Sage GmbH gegangen. Mit dem Ziel, ihren Mitarbeitern optimale Arbeitsbedingungen zu bieten, fragt das Unternehmen seine Beschäftigten alle sechs Monate in Form einer Mitarbeiterbefragung nach ihren Wünschen und Bedürfnissen. Wichtig für den Erfolg einer solcher Maßnahme ist es, dass bereits im Vorfeld Kennzahlen als Vergleichsgrößen festgelegt werden. Zudem müssen die Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Handlungsschritte transparent sein. Sage stellt dabei die Mitarbeiter in den Fokus aller Bestrebungen, denn von der Fluktuation bis hin zur Produktivität lassen sich die meisten Kennzahlen auf die Mitarbeiterzufriedenheit zurückführen. Der Wandel hin zu einer People Company ist daher nur konsequent.

Auswertung macht Fortschritte und Handlungsbedarfe deutlich

Regelmäßige Mitarbeiterbefragungen können diesen Change aktiv vorantreiben. Sie liefern den HR-Verantwortlichen ein Stimmungsbild und machen – intervallartig durchgeführt – Prozesse und Entwicklungen deutlich. Sie spiegeln wieder, wie einzelne HR-Maßnahmen wirken und wo es noch Optimierungspotenziale gibt. Um tatsächlich aussagekräftig zu sein, müssen die Fragen dabei sehr zielgerichtet gestellt werden – eher in die Tiefe, weniger in die Breite. Sind Begründungen oder Kommentare zugelassen, gibt das die Gelegenheit, Zusammenhänge zu erkennen und besser zu verstehen. Echte Erkenntnisse ergeben sich aber erst durch die Auswertung. IT-gestützt durchgeführt lassen sich die Ergebnisse auf Knopfdruck darstellen, auch im zeitlichen Verlauf. So ist auf einen Blick erkennbar, welche Fortschritte bereits erzielt wurden und wo noch Handlungsbedarf besteht.

Mitarbeiter zu Mitgestaltern machen

Ziel von Mitarbeiterbefragungen sollte es stets sein, die Mitarbeiter aktiv in die Entwicklung des Unternehmens mit einzubeziehen. Das erfordert von allen Beteiligten einen hohen Grad an Agilität. An dieser Stelle sehen Mitarbeiter jedoch noch Handlungsbedarf: Nur 10 Prozent der Arbeitnehmer bewerten ihr Unternehmen als agil. 56 Prozent hingegen sehen bisher noch keine Anzeichen von Agilität. Um die Trendwende zu schaffen, sind ihrer Meinung nach zum einen entsprechende IT-Tools und Prozesse notwendig, um zeitnah auf geschäftliche Anforderungen reagieren zu können. Andererseits bedarf es eines Kulturwandels, um das agile Mindset auch in den Köpfen aller Beteiligten zu verankern.

Interviewserie

In unserer Interviewserie gibt Simone Seidel, Director People Management bei Sage in Central Europe, Einblicke in eine Studie unter 3.500 Arbeitnehmern. Lesen Sie auch folgende Beiträge:

Studie: Was hält Ihre Mitarbeiter von der Arbeit ab?

3.500 Arbeitnehmer offenbaren, was sie antreibt und produktiv sein lässt.

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