Beschreibung im Lexikon

Firmenkonto

Firmenkonto – Geschäftliches und Privates trennen

Das Wort Firmenkonto ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Geschäftskonto. Natürliche Personen (z. B. Inhaber von Einzelunternehmen) oder Freiberufler sind nicht verpflichtet, ein Firmenkonto zu führen. Das trifft auf viele der KMUs (der kleinen und mittleren Unternehmen) zu, die immerhin 99,3 % aller Unternehmen in Deutschland stellen. Auch bei den Gründungen sind Einzelunternehmen als Ein-Mann-Betrieb führend. Trotzdem ist es sinnvoll, ein Geschäftskonto zu führen.

Übersicht für das Finanzamt

Auch ohne die Pflicht zur Führung eines Firmenkontos für natürliche Personen sollten Gründer trotz aller Belastungen daran denken, ein Geschäftskonto einzurichten. Ein Girokonto, das allein geschäftlichen Buchungen dient, bietet viele Vorteile:

  • Die Buchhaltung geht leichter von der Hand, da keine privaten Buchungen auftauchen.
  • Auch das Erstellen der Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) ist einfacher.
  • Ein weiterer Pluspunkt betrifft den Fiskus: Dient das Privatkonto als Firmenkonto, stuft das Finanzamt das auch privat genutzte Girokonto als Geschäftskonto ein. Damit geben Unternehmer bei einer Prüfung den Finanzbeamten Einblick in den privaten Zahlungsverkehr. Das sollten Inhaber möglichst vermeiden.

Die AGB der Hausbank beachten

Viele Banken und Sparkassen bieten Privatkunden günstige Konditionen und attraktive Paketpreise für das Girokonto an. In den meisten Fällen ist die Nutzung der normalen Girokonten als Firmenkonto untersagt. Im günstigsten Falle stellt die Bank das Konto auf ein Firmenkonto um. Im schlimmsten Fall spricht sie die Kündigung aus. Dann müssen Unternehmer schnell eine neue Bankverbindung beschaffen und den Geschäftspartnern die neue Bankverbindung mitteilen. Diesen Ärger gilt es zu vermeiden. Auch die Umstellung des privaten auf ein geschäftliches Konto ist meist nachteilig. Denn die Konditionen für ein Firmenkonto sind je nach Institut sehr unterschiedlich. Hohe Grundpreise und Gebührensätze pro Buchung können das Firmenkonto extrem kostspielig machen. Es ist günstiger, das spätere Geschäftskonto im Zuge der Gründung sorgfältig und ohne Zeitdruck auszuwählen. Spätere Änderungen verursachen meist einen hohen Kosten- und Verwaltungsaufwand.

Das richtige Firmenkonto finden

Die Kosten für ein Firmenkonto liegen in der Regel über denen des privaten Girokontos. Insbesondere wenn aufgrund der vertriebenen Produkte oder Dienstleistungen viele Buchungen anfallen, steigen die Aufwendungen. Unternehmer sollten daher genau vergleichen, bevor sie sich für ein Konto entscheiden. Einige Institute bieten eine gewisse Zahl kostenloser Buchungen an. Andere verzichten ab verschieden gestaffeltem Guthaben auf eine Grundgebühr. Dazu bieten viele Banken Speziallösungen für einzelne Branchen oder Berufsgruppen an. Hier profitieren Inhaber nicht nur von vergünstigten Konditionen, die Bank hat auch entsprechende Erfahrungen zu bieten.

Firmenkonto und Buchhaltung

Das Firmenkonto erleichtert die Buchführung nicht nur, wenn Unternehmen mit Excel arbeiten. Besonders praktisch ist es, wenn das Firmenkonto direkt mit einer Buchhaltungssoftware verknüpft wird. Das Programm übernimmt die Buchungen auf dem Konto automatisch. Damit fallen Arbeitsschritte weg. Das Unternehmen gewinnt Zeit und Geld. Gleichzeitig wird eine Fehlerquelle eliminiert, sodass es nicht zu versehentlichen Fehlbuchungen kommen kann.

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