Lohnsteuer

Lohnsteuer – Steuer auf nicht selbstständige Arbeit

Bei der Lohnsteuer handelt es sich um eine besondere Form der Einkommensteuer, die Arbeitnehmer auf ihr Arbeitsentgelt entrichten müssen. Jeder, der Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit bezieht, zahlt die Steuer, die direkt vom Arbeitgeber einbehalten und an das zuständige Finanzamt abgeführt wird. Die Höhe der Lohnsteuer ergibt sich aus der Entgelthöhe und der Steuerklasse des Arbeitnehmers. Unter Umständen werden bei der Berechnung Freibeträge berücksichtigt. Zu den lohnsteuerpflichtigen Einkünften zählen nicht nur finanzielle Vergütungen, sondern auch andere Sachbezüge und geldwerte Vorteile. So ist beispielsweise die private Nutzung eines Firmenwagens entsprechend zu versteuern.

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Lohnsteuerabzugspflicht des Arbeitgebers

Das Einkommensteuergesetz regelt die Lohnsteuerpflicht. Demnach sind Arbeitgeber verpflichtet, eine Lohnsteueranmeldung für ihre Mitarbeiter beim Finanzamt vorzunehmen. Die Anmeldung erfolgt entweder über das finanzamtseigene Portal ElsterOnline oder über eine Software mit einer entsprechenden Schnittstelle. Einige Unternehmen übertragen die Lohnbuchhaltung auch einem Steuerberater. In dem übermittelten Datensatz sind die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale, abgekürzt ELStAM, enthalten. Alle Angaben, die sich auf der inzwischen durch ELStAM ersetzten Lohnsteuerkarte befanden, sind Bestandteil der übermittelten Daten. Dazu zählen die Steuerklasse, die Kinderfreibeträge, das Kirchensteuermerkmal sowie der Lohnsteuerfreibetrag. Bei Abführung der Steuer muss der Arbeitnehmer die Steueridentifikationsnummer des jeweiligen Mitarbeiters angeben, damit eine eindeutige Zuordnung erfolgen kann. Die Steuer ist spätestens am 10. des Folgemonats an das Finanzamt abzuführen.

Handelt es sich um kurzfristig Beschäftigte, kann der Arbeitgeber eine pauschale Lohnsteuer in Höhe von 25 Prozent erheben. Diese Regelung gilt für Aushilfskräfte, die nicht mehr als 18 zusammenhängende Tage tätig sind und nicht mehr als 68 Euro täglichen Arbeitslohn erhalten.

Die Höhe der Lohnsteuer

Die Steuerklasse hat Einfluss auf die Höhe der Steuer. Es gibt insgesamt sechs Steuerklassen, die sich aus dem Familienstatus des Steuerpflichtigen ergeben. Grundsätzlich müssen Arbeitnehmer mit einem höheren Einkommen auch eine höhere Steuer zahlen, der Steuersatz liegt zwischen 14 und 45 Prozent des Einkommens. Die genauen Beträge ergeben sich aus einer Lohnsteuertabelle. Jedem Steuerpflichtigen steht ein bestimmter Grundfreibetrag zu, auf den keine Steuern entrichtet werden müssen. Bei der Einkommensteuererklärung wird der jeweilige Freibetrag automatisch berücksichtigt. Der Gesetzgeber legt ein bestimmtes Existenzminimum fest, das zum Leben erforderlich ist. Der Grundfreibetrag für Ledige für das Jahr 2017 wurde auf 8.820 Euro festgesetzt, für 2018 gilt ein Betrag von 9.000 Euro. Dazu kommen unter Umständen weitere Kinderfreibeträge.

Lohnsteuerermäßigung durch Eintragung eines Freibetrags

Unter Umständen kann der Steuerpflichtige bestimmte Freibeträge beantragen. Bei der Berechnung der Lohnsteuer werden diese Beträge sofort berücksichtigt und die Lohnsteuerabzüge sinken. Möglich ist die Eintragung eines Freibetrages beispielsweise für hohe Werbungskosten wie Fahrtkosten oder eine doppelte Haushaltsführung.