Beschreibung im Lexikon

Vorgesetzter

Was ist ein Vorgesetzter überhaupt?

Ein Vorgesetzter ist eine Person, die in der Hierarchie über ihren Mitarbeitern steht und diesen Weisungen erteilen darf. In einem großen Unternehmen gibt es verschiedene Abstufungen in der Hierarchie, die in einem Organigramm dargestellt werden können. Ganz oben in der Hierarchie steht die Geschäftsführung bzw. der Vorstand. Diesen sind Abteilungsleiter (oft in mehreren Instanzen) untergeordnet. So wird ein Vorgesetzter in seinem Bereich, zum Beispiel der Verkaufsabteilung für Osteuropa, Weisungen erteilen, die er seinerseits von seinem Vorgesetzten (dem Leiter des Verkaufs) erhalten hat, der wiederum den Anforderungen der Geschäftsführung Genüge leistet. Als Vorgesetzter im mittleren Management ist der Mitarbeiter also Chef und Untergebener zugleich.

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Welche Ansprüche muss ein Vorgesetzter erfüllen?

Wird ein Mitarbeiter in eine Chefposition befördert, ist es oft nicht leicht für beide Seiten: Die Kollegen müssen sich daran gewöhnen, dass der ehemalige lockere Kumpeltyp nun ein Vorgesetzter ist, dessen Anweisungen sie zu erfüllen haben. Der neue Chef tut sich mit diesem Wechsel ebenfalls schwer. Daher ist es sinnvoll, aufgestiegenen Mitarbeitern ein Coaching oder die Begleitung durch einen Mentor anzubieten. Weiterhin sollten Chef und Mitarbeiter über die Rollenverteilung bei der Teamarbeit sprechen und über die Kommunikation, z. B. einen Umstieg von „Du” auf „Sie”.

Erhält eine Abteilung einen neuen Vorgesetzten – ganz gleich, ob es sich um eine interne Beförderung handelt oder um Recruitment von außen – , bieten sich ein gemeinsamer Teamtag oder ein Incentive an, um die Rollenverteilung zu klären und die Ziele für die kommenden Monate festzulegen.

Als Vorgesetzter ist der Mitarbeiter häufiger bei Meetings der Geschäftsführung (oder der übergeordneten Instanz) anwesend, um über die Fortschritte seiner Abteilung zu berichten und neue Vorgaben von der Geschäftsleitung anzunehmen. Abteilungsleiter sind bei Bewerbungsgesprächen anwesend, um freie Stellen in ihrer Abteilung zu besetzen, und reden bei der Personalstrategie mit.

Wie ein Vorgesetzter dauerhaft erfolgreich bleibt

Umfragen ergeben regelmäßig, dass der direkte Vorgesetzte der Hauptgrund für frühe Kündigungen oder zumindest eine innerliche Kündigung ist. Als Vorgesetzter ist es für den dauerhaften Erfolg von größter Bedeutung, das eigene Team immer wieder zu motivieren. Oft machen schon Kleinigkeiten den großen Unterschied: ein freundliches Grüßen der Mitarbeiter beim morgendlichen Betreten des Büros – statt grußlos mit dem Smartphone am Ohr an ihnen vorbei ins Einzelbüro zu stapfen. Sehr wichtig ist auch konstruktive Kritik. Mitarbeitern sollte die Angst vor Fehlern genommen werden. Ist etwas schiefgelaufen, wird ein guter Vorgesetzter die Gründe analysieren, Tipps geben und den Mitarbeiter ermutigen, es erneut zu versuchen. Ein Vorgesetzter, der nur harsch kritisiert oder gar mit Strafen droht, erzeugt ein Klima der Angst und des Unwillens. Sehr häufig vernachlässigt wird die Wirkung eines ernst gemeinten Lobs: Kaum etwas lässt Mitarbeiter so aufblühen wie die Anerkennung guter Leistung durch den Chef.

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