Trennung auf professionelle Art. Was Sie beim Austritts- und Trennungsgespräch beachten sollten

Vor · 2 Minuten zu lesen

Die Kündigung liegt auf dem Tisch. Entweder beim Chef oder beim Mitarbeiter. Egal, aus welchem Grund ein Abschied ansteht, der Vorgesetzte ist in jedem Fall am Zug, um zeitnah ein letztes Gespräch in die Wege zu leiten. Das ist kein leichter Schritt. Der Chef oder der Mitarbeiter erhalten jedoch eine Gelegenheit, mehr über die Hintergründe der Entscheidung zu erfahren. Die gewonnenen Erkenntnisse aus einem Trennungsgespräch lassen sich dann unter Umständen in der künftigen Personalpolitik verwerten mit dem Ziel, dazuzulernen und im Umgang mit der Belegschaft besser zu werden.

Gründe, warum Arbeitnehmer ihr Unternehmen verlassen

Die wenigsten Menschen halten einer Firma ihr ganzes Berufsleben lang die Treue. Der Kampf um Fachkräfte, veränderte Familienverhältnisse oder der zunehmende Wettbewerb verlangen Luftveränderungen in der Karriereplanung.

Mitarbeiter kündigen weil,

  • sie unzufrieden im aktuellen Beruf sind
  • gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten fehlen
  • das Ende der Karriereleiter im aktuellen Betrieb erreicht ist
  • die Unternehmenskultur zu wünschen übrig lässt
  • das Grundgehalt zu niedrig ist

Checkliste: Trennungsgespräch

So funktioniert die Trennung auf professionelle Art.

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Austritts- oder Trennungsgespräch?

Welches Gespräch der Vorgesetzte mit seinem scheidenden Mitarbeiter führen darf, hängt davon ab, wer gekündigt hat. Austrittsgespräche betreffen Angestellte, die in den Ruhestand wechseln oder selber das Kündigungsschreiben verfasst haben. Dieser Art Gespräche dienen dem Chef, um in erster Linie organisatorische Aspekte abzuklären:

  • Wie lange ist der Mitarbeiter noch im Unternehmen anwesend?
  • Welche Projekte müssen noch ein Ende finden
  • An wen findet die Übergabe statt?

Trennungsgespräche hingegen können bei Vorgesetzten zu schlaflosen Nächten führen. In diesem Fall geht die Kündigung nämlich vom Unternehmen aus.

Auf den Zeitpunkt kommt es an

Ist die Kündigung beschlossene Sache, sollte der betreffende Mitarbeiter unverzüglich darüber in Kenntnis gesetzt werden. Es ist dem Angestellten gegenüber nicht Fair, wenn er über die veränderte Personalsituation von Kollegen in Kenntnis gesetzt wird. Damit dieses unangenehme Gespräch glimpflich verläuft, ist es ratsame sich an die fünf Stufen eines Trennungsgesprächs zu halten:

  • die Kündigung aussprechen
  • den Grund für die Kündigung nennen
  • über die organisatorischen Rahmenbedingungen aufklären
  • die Reaktion des Mitarbeiters auf die Kündigung
  • auf die unvorhersehbare Reaktion eingehen

Der Vorgesetzte darf zu Beginn des Gesprächs nicht um den heißen Brei herum reden, sondern muss Klartext sprechen:

Wir haben uns entschieden, die Zusammenarbeit mit Ihnen zu beenden. Unsere Wege trennen sich.“

Am Besten erfolgt direkt im Anschluss die Begründung für die Kündigung und wie lange der Mitarbeiter noch im Unternehmen angestellt ist.

Immer sachlich bleiben

Wenn sich der erste Schock des scheidenden Mitarbeiters gelegt hat, kommt für den Chef der schwierigste Teil. Er sollte jetzt angemessen auf die Reaktion des Mitarbeiters eingehen. Das klingt leichter, als es ist, denn der Angestellten könnte auf der Gefühlsklaviatur von wütend bis den Tränen nah alles abspielen. Das Einfühlungsvermögen des Vorgesetzten ist jetzt gefragt, der jetzt vor allem auf einer sachlichen Ebene bleiben muss. Denn an der Kündigung ändert sich nichts.

Eine Reihe von Fragen fallen Mitarbeitern erst nach dem Trennungsgespräch ein. Es ist daher gut, wenn der Chef einen Folgetermin anbietet. Vielleicht besteht die Möglichkeit dem Angestellten ein externes Beratungsgespräch zu vermitteln oder ihm auf eine andere Weise behilflich zu sein.

Die Checkliste „Trennungsgespräche“ erleichtert Ihnen den Abschied. Sie wurde für eine professionelle Durchführung von Austrittsgesprächen konzipiert. Unangenehmen Situationen kann entgegengewirkt werden, sodass am Ende eines gemeinsamen, beruflichen Weges alle Parteien im Guten auseinandergehen.

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