Produktion & Logistik

25 Jahre gemeinsam gewachsen: Wie KW automotive mit Sage b7 seine Produktion flexibel steuert

Vom kleinen Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitenden zum international tätigen Fahrwerksspezialisten: Seit 25 Jahren begleitet die ERP-Lösung, die heute Sage b7 heißt, die Entwicklung von KW automotive. Sie unterstützt das Unternehmen dabei, komplexe Produktions- und Lagerprozesse, eine enorme Variantenvielfalt und immer neue Anforderungen abzubilden.

Montage von Fahrzeugteilen
veröffentlicht am 10 Minuten zu lesen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wachstum ermöglichen: Der Schritt von Handel und Montage hin zur eigenen Produktion machte eine leistungsfähigere ERP-Lösung notwendig. Ohne sie hätte KW automotive das Wachstum nach Einschätzung von COO Ingo Eisen in dieser Form nicht stemmen können.
  • Komplexität beherrschen: In Sage b7 sind heute rund 150.000 Artikel und knapp 100.000 Stücklisten angelegt. Das Kit eines einzelnen Fahrwerks kann bis zu 350 Einzelteile und sechs Stücklistenstufen umfassen.
  • Varianten flexibel fertigen: Statt großer Serien muss KW automotive heute bis hinunter zur Losgröße eins produzieren können. Im Durchschnitt laufen 350 bis 400 Fahrwerke täglich durch die Prozesse.
  • Transparenz im Lager schaffen: Sage b7 ermöglicht KW automotive einen sehr guten Überblick über Lagerbestände und deren Bewegungen.
  • Prozesse flexibel anpassen: Für KW automotive liegt der entscheidende Nutzen nicht in einer Einsparung, sondern darin, Prozesse und Abläufe immer wieder verändern zu können. Täglich müssen durchschnittlich 350 bis 400 Fahrwerke unterschiedlichster Varianten durch die Prozesse geführt werden.
  • ERP als vernetzter Kern: b7 bildet wesentliche Kernprozesse ab und ist gleichzeitig mit verschiedenen spezialisierten Lösungen verbunden.

Wie lässt sich eine immer komplexere Produktion mit hoher Variantenvielfalt, mehrstufigen Stücklisten und wechselnden Kundenanforderungen zuverlässig steuern? Genau vor dieser Herausforderung steht KW automotive. Heute müssen täglich unterschiedlichste Fahrwerke durch Produktion und Montage laufen, während sich Produkte und Prozesse kontinuierlich verändern. Ein flexibles ERP für die Produktion wird damit zur entscheidenden Grundlage. Seit 25 Jahren entwickelt kw automotive seine Prozesse gemeinsam mit Sage b7 weiter. Die Erfahrungen des Fahrwerksspezialisten zeigen, worauf es bei einem ERP-System für komplexe Fertigungsprozesse ankommt.

Inhaltsverzeichnis

kw automotive: Kundenerfolg auf einen Blick

BrancheAutomotive / Fahrwerksysteme
FirmensitzFichtenberg, Baden-Württemberg
Mitarbeitende Über 900 Mitarbeitende an 12 Standorten weltweit
Software LösungSage b7 bzw. Vorgängerlösung
Artikelanlage / Lagerbuchungen150.000 Artikel und 100.000 Stücklisten, ca. 25 Mio  Lagerbuchungen pro Jahr
EinsatzbereicheProduktion, Stücklisten- und Variantenmanagement, Lager sowie Anbindung weiterer Systeme.
ErgebnisHohe Flexibilität in Produktion und Montage, transparente Lagerbestände und die Möglichkeit, komplexe Stücklisten und Produktvarianten zuverlässig abzubilden.

Warum brauchte KW automotive ein ERP-System?

Um die Jahrtausendwende stand das Unternehmen an einem Wendepunkt. Das Unternehmen beschäftigte damals rund 20 Mitarbeitende und wollte das Geschäftsmodell verändern: KW automotive kaufte zunehmend Komponenten ein, musste komplexere Stücklisten verwalten und baute eine eigene Produktion auf. Dafür musste die IT-Basis mitwachsen.

Das damalige Team war jung, ausgefeilte ERP-Lastenhefte gab es nicht. Stattdessen definierte das Team grundlegende Anforderungen, testete verschiedene Systeme anhand eigener Anwendungsszenarien und schaute sich unter anderem Lösungen von Infor und abas an. SAP wurde für die damalige Unternehmensgröße früh als nicht passend eingestuft.

Bei der Entscheidung für die damalige bäurer-Lösung gaben vor allem zwei Aspekte den Ausschlag: die Tiefe bei Produktion und Stücklisten sowie die Bereitschaft, das System an die Prozesse von KW automotive anzupassen. Die Einführung erfolgte 2001.

„Wir haben uns nie damit zufriedengegeben, was eine Sache kann. Egal ob Maschine oder Software: Wir haben immer versucht, sie so anzupassen, dass sie zu uns und unseren Prozessen passt.“

Ingo Eisen, COO, kw automotive

Welche Anforderungen stellt eine komplexe Fertigung an ein ERP-System?

Wie stark die Anforderungen seitdem gewachsen sind, zeigen die Dimensionen der heutigen Produktion.

In Sage b7 sind nach Angaben von Ingo Eisen mittlerweile rund 150.000 Artikel und knapp 100.000 Stücklisten angelegt. Ein einzelnes Fahrwerkskit kann bis zu 350 Einzelteile enthalten und über bis zu sechs Stücklistenstufen aufgebaut sein. Vom Bauteil bis zum fertig verpackten Fahrwerk sind im Durchschnitt bis zu 85 interne Arbeitsschritte erforderlich.

Die ERP-Welt von KW automotive in Zahlen

  • rund 150.000 Artikel in Sage b7
  • knapp 100.000 Stücklisten
  • bis zu 6 Stücklistenstufen
  • rund 85.000 Fahrwerkskits pro Jahr
  • rund 200.000 selbst produzierte Dämpfer pro Jahr
  • bis zu 85 interne Arbeitsschritte pro Fahrwerk
  • schätzungsweise 25 Mio. Lagerbuchungen pro Jahr
  • schätzungsweise 500.000 Fertigungsaufträge pro Jahr

Diese Zahlen zeigen, welche Daten- und Prozesskomplexität hinter der Fertigung steckt.

Wie lässt sich hohe Variantenvielfalt in der Produktion beherrschen?

„Ein Fahrwerk“ gibt es bei KW automotive nicht. Wie stark die Variantenvielfalt gewachsen ist, zeigt Ingo Eisen am Beispiel VW Golf: Während für den Golf 1 nur wenige Fahrwerksvarianten benötigt wurden, kommt das Unternehmen beim Golf 8 aufgrund unterschiedlicher Fahrzeuggewichte, Ausstattungen, Federbeindurchmesser und weiterer Faktoren auf rund 100 Artikelnummern.

Gleichzeitig gibt es immer mehr Fahrzeugmodelle mit kürzeren Lebenszyklen. KW automotive muss deshalb heute bis hinunter zur Losgröße eins fertigen können. Sage b7 unterstützt dabei, komplexe Stücklisten und Produktvarianten abzubilden und Produktions- und Lagerprozesse miteinander zu verbinden.

„Durch Sage b7 haben wir eine sehr hohe Flexibilität in Produktion und Montage erreicht. Gleichzeitig haben wir einen sehr guten Überblick über unsere Lagerbestände und können komplexe Stücklisten und Produktvarianten abbilden.“

Ingo Eisen, COO, KW automotive

Sage b7: ERP für Fertigungsunternehmen mit hoher Variantenvielfalt

Sage b7 bildet die Kernprozesse produzierender Mittelständler in einem System ab: von mehrstufigen Stücklisten und Fertigungsaufträgen bis zu Lager, Einkauf, Vertrieb und Preisen in mehreren Währungen.

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Warum ist ein flexibles ERP-System für KW automotive entscheidend?

Zur hohen Variantenvielfalt kommt eine weitere Herausforderung: Kurzfristigkeit. Händler, Werkstätten und Endkunden bestellen unterschiedliche Produkte, ohne dass sich die Nachfrage langfristig exakt vorausplanen lässt. Trotzdem müssen täglich durchschnittlich 350 bis 400 Fahrwerke durch die Prozesse laufen.

Dafür kombiniert KW automotive Produkte, die auf Lager gefertigt werden, kurzfristig montierbare Fahrwerke aus vorhandenen Komponenten und Produkte, deren Teile erst nach Auftragseingang beschafft werden. Prozesse müssen entsprechend flexibel gestaltet sein und teilweise automatisiert durchlaufen.

Für Ingo Eisen liegt der entscheidende Nutzen von Sage b7 deshalb nicht in einer bestimmten Zeit- oder Kostenersparnis. Entscheidend ist, dass sich unterschiedliche Prozesse abbilden und bei neuen Anforderungen schnell verändern lassen.

„Der größte Benefit von Sage b7 ist für uns die Flexibilität und die Möglichkeit, Dinge schnell zu verändern. Wenn wir das nicht können, funktioniert unser Geschäftsmodell nicht.“

Ingo Eisen, COO, KW automotive

Welche Rolle spielt Sage b7 in der heutigen Systemlandschaft?

Nach 25 Jahren ist aus einem einzelnen ERP-System eine vernetzte IT-Landschaft geworden. Genau das ist für Ingo Eisen ein wichtiger Punkt: Sage b7 muss nicht jede Spezialaufgabe selbst übernehmen. Bei KW automotive sind beispielsweise automatisierte Lagersysteme angebunden. Hinzu kommen weitere Systeme für Finanzwesen, Dokumentenmanagement und HR.

Damit übernimmt das ERP eine zentrale Rolle in einer Systemlandschaft, in der spezialisierte Lösungen zusätzliche Aufgaben abdecken.

„Ein ERP ist der Kern der Unternehmens- und Businesslogik. Und dafür kann ich Sage b7 als sehr gute Basis empfehlen.“

Ingo Eisen, COO, KW automotive

Ausblick: Wie unterstützt das ERP die weitere Internationalisierung von KW automotive?

Nach 25 Jahren Zusammenarbeit richtet KW automotive den Blick bereits auf die nächsten Entwicklungsschritte. Zwei Themen stehen dabei im Mittelpunkt: ein geplanter Releasewechsel und die weitere Internationalisierung des Geschäfts.

Mit dem Releasewechsel auf Sage b7 22026.10 möchte das Unternehmen wieder näher an den Softwarestandard rücken und die künftige Strategie von Sage mitgehen. Releases sollen dadurch künftig regelmäßiger 2 bis 3mal im Jahr eingespielt werden können. Gleichzeitig plant KW automotive, die technische Basis auf eine neue Rechenzentrumsplattform zu verlagern und die verfügbare Rechenleistung flexibler skalieren zu können.

Parallel will KW automotive seine Internationalisierung weiter vorantreiben und mehr Kunden direkt bedienen. Damit steigen auch die Anforderungen an das ERP: Direktverkäufe in weitere Märkte bringen komplexere Umsatzsteuersituationen, unterschiedliche Währungen und Preise sowie zusätzliche Anforderungen an Kundenanlage, Preisverwaltung und Lieferterminprognosen mit sich. Genau für diese nächste Entwicklungsstufe sieht Ingo Eisen Sage b7 weiterhin als wichtigen Kern der Systemlandschaft.

„Wir werden unsere Internationalisierung weiter vorantreiben und mehr Kunden direkt bedienen. Da kommen neue Herausforderungen auf uns zu. Ich bin guter Dinge, dass uns Sage b7 dabei super unterstützen wird.“
Ingo Eisen, COO, KW automotive

Was lässt sich aus 25 Jahren Zusammenarbeit zwischen KW automotive und Sage lernen?

Vielleicht vor allem dies: Eine gute ERP-Entscheidung erkennt man nicht daran, dass sich danach nichts mehr ändern muss. Sondern daran, dass sich etwas ändern kann.

Aus rund 20 Mitarbeitenden wurden in 25 Jahren über 900. Aus Handel und Montage wurde eine komplexe eigene Fertigung. Aus vergleichsweise einfachen Stücklisten wurden Strukturen mit Millionen von Beziehungen. Und aus ersten internationalen Aktivitäten wurde ein Geschäft, das immer höhere Anforderungen an Varianten, Preise, Steuern, Logistik und Lieferfähigkeit stellt.

Für KW automotive ist deshalb nicht entscheidend, dass das ERP seit 25 Jahren existiert. Entscheidend ist, dass es sich über diesen Zeitraum immer wieder an neue Prozesse und Anforderungen anpassen ließ.

Und auch die Zusammenarbeit mit Sage fasst Ingo Eisen entsprechend zusammen:

„Für uns ist die Zusammenarbeit mit Sage auf Augenhöhe, partnerschaftlich und zielgerichtet.“

Ingo Eisen, COO, KW automotive

Was können andere Produktionsunternehmen aus 25 Jahren ERP-Erfahrung mitnehmen?

Die Geschichte von KW automotive zeigt drei Punkte besonders deutlich:

1. Ein ERP muss zum Geschäftsmodell passen.
Für KW automotive waren bereits bei der Auswahl die Tiefe in Produktion und Stücklistenverwaltung sowie die Anpassbarkeit an eigene Prozesse ausschlaggebend.

2. Flexibilität kann wichtiger sein als eine einzelne Effizienzkennzahl.
KW automotive bewertet den Nutzen des ERP vor allem danach, wie gut sich unterschiedliche und verändernde Prozesse abbilden lassen.

3. ERP-Projekte sind auch Prozessprojekte.
Eine zentrale Erfahrung von Ingo Eisen ist, dass Vertrieb, Einkauf, Lager und Fertigung ihre jeweiligen Prozessschritte gemeinsam betrachten müssen. Die Herausforderung liegt darin, ein gemeinsames Verständnis für den Gesamtprozess zu schaffen.

Häufige Fragen zu Sage b7 bei KW automotive

Warum brauchte KW automotive ein ERP-System?

KW automotive entwickelte sich von Handel und Montage zunehmend in Richtung eigener Produktion. Damit stiegen die Anforderungen an Einkauf, Stücklisten und Fertigung. Die zuvor verwendete Software für Aufträge und Rechnungen reichte dafür nicht mehr aus.

Welche Produktionsprozesse unterstützt Sage b7 bei KW automotive

Ingo Eisen, COO bei kw automotive, nennt insbesondere Produktions- und Lagerprozesse. Hinzu kommen die Verwaltung komplexer Stücklisten sowie die Abbildung der zahlreichen Produktvarianten.

Welchen Nutzen hat Sage b7 für KW automotive?

Für kw automotive stehen vor allem drei Punkte im Vordergrund: hohe Flexibilität in Produktion und Montage, Transparenz über Lagerbestände und -bewegungen sowie die Möglichkeit, komplexe Stücklisten und Produktvarianten abzubilden.

Warum ist Flexibilität bei einem ERP-System für die Produktion wichtig?

Bei KW automotive verändern sich Varianten und Produktionsanforderungen laufend. Das Unternehmen produziert unterschiedliche Fahrwerke und muss seine Prozesse bis hinunter zur Losgröße eins ausrichten können. Für Ingo Eisen ist deshalb die Möglichkeit, Abläufe schnell zu verändern und unterschiedliche Prozesse abzubilden, der entscheidende Nutzen des ERP-Systems.

Würde KW automotive Sage b7 anderen Mittelständlern empfehlen?

Ingo Eisen, COO von kw automotive, sieht Sage b7 als starke Basis für die Kernprozesse eines mittelständischen Unternehmens. Als weitere Argumente nennt er die Konnektivität und die Möglichkeit, spezialisierte Systeme für weitergehende Anforderungen anzubinden.

Sage b7: ERP für Fertigungsunternehmen mit hoher Variantenvielfalt

Sage b7 bildet die Kernprozesse produzierender Mittelständler in einem System ab.

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