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5 Wettbewerbsvorteile für kleine und mittelständische Unternehmen – wenn sie mit Daten arbeiten

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Datengestützte Unternehmensführung Vorteile für KMU

Den Satz „Daten sind das neue Gold“ oder das „Öl des 21. Jahrhunderts“ hört man oft, dennoch scheut ein Großteil der Unternehmen, wie wir in diesem Artikel gezeigt haben, den Schritt zum datengestützten Handeln. Welche Wirkung Daten haben können, zeigte der Digitalisierungsindex der Deutschen Telekom: Im letzten Jahr haben zum Beispiel immer mehr Händler ihren Kunden auf ihre Wünsche zugeschnittene Produkte und Services auf Basis von Datenanalysen angeboten. 82 Prozent der deutschen Handelsunternehmen setzen auf datengetriebene Systeme. Der Kunde spürt den Fortschritt auch in digitalen Kassen, elektronischen Preisschildern, intelligenten Regalen und Displays.

Daten lassen sich als Wegweiser für Kundenwünsche in jeder Branche und jeder Unternehmensgröße nutzen: Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) lohnt es sich, mit Daten zu arbeiten. Wir zeigen in 5 Punkten, warum.

1. Näher am Kunden

Wer aus dem Bauch heraus darüber entscheidet, was seine Kunden wollen, stellt lediglich Vermutungen an. Diese sind zwar oft recht treffsicher, aufgrund der langjährigen Erfahrung der Unternehmer, aber eben nicht immer. Daten liefern die Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen, die Analyse verschafft tiefe Einblicke ins tatsächliche Kundenverhalten. Ein Großteil der Mittelständler hat laut dem Anfangs erwähnten Digitalisierungsindex der Telekom bereits erkannt, welches Potenzial in den typischen Daten, die in kleinen und mittleren Unternehmen anfallen, schlummern: Aus E-Mails, Geschäftsdokumenten wie Bestellungen, Auftragsbestätigungen und Rechnungen lassen sich Hinweise ableiten, um Kundenservice und Produktentwicklung zu verbessern. Bereits 76 Prozent der Unternehmen führen laut dem Index regelmäßige Datenanalysen durch. Das Ziel: neue Erkenntnisse für eine individuellere Kundenansprache gewinnen. Oder erfahren, welche neuen Geschäftsfelder sich sinnvoll erschließen lassen.

2. Leichtere Entscheidungen

Daten unterstützen bei der Entscheidungsfindung zu Fragen, die fast jedes Geschäft hat – vorausgesetzt sie werden richtig genutzt und richtig interpretiert. Übersetzt kann das bedeuten: Welche Angebote, Strategien, Kampagnen, Produkte, Kommunikationskanäle, Dienstleistungen und Servicepakete kommen beim Kunden an? Daten liefern eine solide Entscheidungsgrundlage für operative Maßnahmen und wichtige Entscheidungen. An welchen Schrauben muss gedreht und wo muss nachgebessert werden?

Die Umstellung auf datenzentriertes Entscheiden ist nicht einfach, denn in vielen Unternehmen werden Entscheidungen zum Beispiel von Hierarchien oder anderen Faktoren verzerrt. Es zählt beispielsweise die Meinung des Chefs mehr oder es gibt „Grabenkämpfe“ zwischen Abteilungen. Mit Daten umschifft das Unternehmen diese Probleme: Es gibt nur noch eine Wahrheit, basierend auf Daten. Entscheidungen werden im Sinne des Kunden gefällt, statt von internen Befindlichkeiten verzerrt zu werden. Eine Voraussetzung, die hierzu geschaffen werden muss, ist die Fähigkeit des Unternehmens mit Daten richtig umzugehen und sie zu interpretieren, auch „Data Literacy“ genannt.

3. Weniger Risiken durch vorrausschauende Analysen

In Zeiten von globalem Wettbewerb, dynamischen Märkten und disruptiven Technologien sehnt sich jeder nach mehr Planbarkeit. Hundert Prozent Sicherheit gibt es nie, aber Daten sind ein zuverlässiger Wegweiser, der für weniger Überraschungen sorgt. Im Finanzsektor kommen zum Beispiel laut dem Telekom Digitalisierungsindex vorrausschauende Analysen zum Einsatz, um das Risikomanagement zu unterstützen. Mit Simulationen und Modellierungen lassen sich Risiken einfacher abschätzen und beurteilen.

Auch in anderen Branchen und in kleinen Unternehmen lässt sich zum Beispiel der Erfolg von neuen Produkten oder digitalen Geschäftsmodellen besser schätzen. Oft geht es heute vor allem darum, schnell zu reagieren. Mit Künstlicher Intelligenz und Maschinellem Lernen kann Datenanalyse-Software Prognosen abgeben. Das hilft, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit Daten reagieren Unternehmen auf Trends im Kundenverhalten oder bestimmte Gegebenheiten in der Produktion. Sie können vorhersagen, wo an welchen Maschinen bestimmte Teile ausgetauscht werden müssen, um kostspielige Ausfallzeiten zu verhindern. Datenzentrierte Unternehmen gehen proaktiv auf Umstände ein.

4. Entlastung der Mitarbeiter

Mit dem Einsatz von KI, zum Beispiel mit Sensordaten, können sogar Systeme selbstlernend arbeiten, die dann ohne Zutun Abläufe automatisieren und optimieren. Das spart Zeit und Kosten. KI kann auch helfen, Service- und Produktqualität zu verbessern. Insgesamt nehmen solche Systeme dem Menschen viele lästige Kontroll- und Optimierungsaufgaben ab. Er hat so mehr Zeit und Ressourcen sich auf Aufgaben zu konzentrieren, wo menschliche Qualitäten gefragt sind, wie Kreativität in der Produktentwicklung. Das sorgt letztendlich für zufriedenere Mitarbeiter und eine bessere Wettbewerbsfähigkeit.

5. Zufriedene, treue Kunden

Mit der richtigen Datenstrategie werden alle Kontaktpunkte mit dem Kunden gesamtheitlich betrachtet, anstatt in getrennten Datensilos. Das heißt, nicht der Kundensupport und der Vertrieb verarbeiten jeweils eigene Daten, sondern alle können auf den gleichen, vereinten Datenbestand zugreifen und den Kunden auf seiner gesamten Customer Journey betrachten. So versteht das Unternehmen die Bedürfnisse des Kunden vom Interesse bis hin zur After-Sales-Phase – und versteht ebenso, wo es Probleme gibt, die gelöst werden müssen. Werden Daten genutzt, können sie direkt zu besserem Service und einem insgesamt besseren Kundenerlebnis mit dem Unternehmen und einer Marke führen.

In Zeiten der Transparenz des Internets spricht sich schneller herum, wie zufrieden Kunden mit Produkten und Dienstleistungen sind – auch im B2B-Bereich. Daten können genutzt werden, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen oder frühzeitig auf Probleme des Kunden einzugehen. So können Daten den Umsatz sichern und steigern.

Dass ein Kunde schon immer bei Ihnen eingekauft hat, ist keine Garantie dafür, dass er es weiterhin tut. Dank Internet ist auch der Wechsel zur Konkurrenz so einfach wie nie zuvor, und die Kundenloyalität ein umso wertvolleres Ziel geworden. Die Investition in die Arbeit mit Daten und Datenanalyse-Software führt zu zufriedenen Kunden, die sich treu über längere Zeit an das Unternehmen binden.

Fazit: Daten bedeuten für kleine und mittlere Unternehmen die beste Zukunftssicherung

Gerade kleine und mittlere Unternehmen sind von guten Kundenbeziehungen abhängig, haben aber oft beschränkte Budgets und kleine Teams. Mit gezielter Datenanalyse lässt sich ohne große Budgets und viele Mitarbeitern viel verändern: Ungenutztes Potenzial wird erschlossen und oft bezahlen sich Investitionen in Datenanalysesoftware von selbst durch mehr Umsatz oder eingesparte Kosten. Zum Beispiel nutzen laut dem Digitalisierungsindex der Telekom 83 Prozent der Unternehmen Datenanalyse für Prozessautomatisierung. Etwas mehr als drei Viertel der Befragten erzielen durch den Einsatz von KI eine Verbesserung der Service- und Produktqualität und damit eine Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

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