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Digitalisierung im Mittelstand: Status und Ausblick 2021

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Im Zuge des diesjährigen #Digitaltag am 18.06.2021 geben wir Ihnen spannende Einblicke zur digitalen Transformation im Unternehmen mit unseren Experten-Talks aus der #STAYFORACOFFEE-Reihe. Sehen Sie hier:

#STAYDIGITAL – Einfach mal anfangen! Leicht einsteigen in die Digitalisierung

Digitalisierung im Mittelstand: Status und Ausblick 2021

Im Jahr 2020 machte auf LinkedIn ein Gag die Runde, der viel Wahrheit offenbarte: „Wie heißt bei euch der Chief Digital Officer? COVID-19“. Tatsächlich hat die Pandemie an vielen Stellen die Digitalisierung über Nacht vom „nice-to-have“-Zukunftsprojekt zum Muss gemacht und laut Handelsblatt weltweit die Digitalisierung stark voran getrieben. Denn: Es hat sich gezeigt, wie digitale Helfer bei der Anpassung an neue Herausforderungen unterstützen können. Gemäß der im Handelsblatt zitierten Umfrage des Ifo-Instituts haben im zweiten Quartal 2020 23 Prozent der Unternehmen neue Software für die Zusammenarbeit eingeführt. Auf der anderen Seite bescheinigt die Studie auch Nachholbedarf bei der Digitalisierung.

Große Unterschiede innerhalb der Branchen

Hier unterscheiden sich die Branchen grundlegend: Handel, Verkehr, Logistik und Tourismus hinken hinterher. Dabei wurde bewertet, wie stark Prozesse, Produkte oder Geschäftsmodelle bereits auf digitalen Technologien aufbauen. Ein weiterer Faktor: die Qualifikation der Mitarbeiter. Aber auch in den Branchen selbst ergab sich kein einheitliches Bild: Autohersteller und ihre Zulieferer fielen durch hohe Forschungs- und Innovationsaktivitäten positiv auf, ihre Produkte und Geschäftsmodelle setzten aber nur in durchschnittlichem Maße auf digitale Technologien. Ähnlich sah es im Maschinenbau aus.

Das Wirtschaftsministerium hat laut Handelsblatt eine Untersuchung in Auftrag gegeben, um anhand von 37 Indikatoren ein detaillierteres Bild über den Stand der Digitalisierung und die existierenden Defizite zu erhalten. Der ausführliche Bericht erscheint im Laufe dieses Jahres. Der Index soll fortan jährlich aktualisiert werden und der Politik Orientierung liefern.

Digital = flexibel und kreativ durch die Krise

Diese Vergleichbarkeit liefert schon heute der auf den deutschen Mittelstand spezialisierte Digitalisierungsindex der Deutschen Telekom, der in diesem Jahr bereits zum fünften Mal erschien. Die Studie befragt 2.000 Unternehmen aus den wichtigen Mittelstands-Branchen. Sie liefert nicht nur einen allgemeinen Digitalisierungsstatus, sondern bewertet digitale Handlungsfelder, wie Geschäftsmodelle und Kundenbeziehungen.

Das wichtigste Gesamtergebnis der aktuellen Ausgabe: Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad – die sogenannten Digital Leader – kamen im Vergleich besser durch die Krise und sind Vorbilder für andere. Fast die Hälfte der Unternehmen passte im Zuge der Corona-Krise Geschäftsmodelle, Produkte oder Services kurzfristig an. Lockdown-Situationen wie im Frühjahr 2020 zwangen fast jeden zweiten Betrieb (46 Prozent) dazu, ihre Wertschöpfung neu zu überdenken.

Kreativität war gefragt – und digitale Lösungen. Zum Beispiel ist eine Steigerung um drei Prozentpunkte bei Kundenbeziehungen auffällig. Digitale Angebote, Onlineshops, Webinare und Online-Konferenzen ersetzten oft den Kundenbesuch, den Messeauftritt oder das Angebot im Ladengeschäft. So nutzten 39 Prozent der Befragten digitale Lösungen, um flexibel auf die Krise zu reagieren.

Digitalisierung ist teils weit fortgeschritten

Die diesjährigen Ergebnisse des Digitaliserungsindex belegen einmal mehr, dass die digitale Transformation im Mittenstand vorankommt. Die Cloud als flexible Infrastruktur und wichtige Voraussetzung für Innovationen ist ebenso verbreitet wie digitale Kundenbeziehungen in Form von Customer Relationship Management (CRM). Außerdem erkennen immer mehr Mittelständler das große Potenzial datengetriebener Geschäftsmodelle und dazu softwarebasierte Datenanalysen wie auch zunehmend die Vorteile der Künstlichen Intelligenz (KI).

So nutzen zum Beispiel schon ein Viertel der Befragten KI, um vorrausschauende Analysen zu erstellen, die das künftige Kundenverhalten oder den Zustand von Maschinen und Produkten in Echtzeit einschätzen können. Die Studie ordnet mit diesem Ergebnis Künstliche Intelligenz als wichtigste Zukunftstechnologie ein, weil sie zum Beispiel bei 77 Prozent der Befragten zum Einsatz kommt, um die Qualität von Produkten zu verbessern oder bei 83 Prozent schon heute hilft, Zeit zu sparen.

Kleine Betriebe holen auf

Der Digitalisierungsindex bescheinigt den befragten Unternehmen aus allen Branchen Transformationsfortschritte, aber es geht unterschiedlich schnell voran. Vorne liegen Banken und Versicherungen, die seit Jahren die Spitzenreiter ausmachen – was wenig überrascht. Bankkunden erwarten zum Beispiel längst digitalen Service und nicht nur in Form von Online-Banking, sondern auch Chat-Möglichkeiten. Ebenfalls vorne liegt die Industrie, sowie Transportunternehmen, bei denen sich Automatisierung und vernetzte Fahrzeuge direkt in der Digitalbilanz auszahlen.

Ebenfalls nicht überraschend: Große Unternehmen hatten im Index seit Jahren einen Vorsprung. Das liegt nicht nur am größeren Budget, sondern sie haben meist eigene IT-Abteilungen und Experten, die den Wandel forcieren. Kleinunternehmen haben im letzten Jahr an vielen Stellen aber auch aufgeholt. So haben kleine lokal operierende Handelsbetriebe ihre Vertriebswege digitalisiert und bieten ihre Produkte nun auf Online-Plattformen an. Das Schlusslicht in den Branchen bleibt auch nach dem Corona-Jahr das Baugewerbe, das an vielen Stellen an traditionellen Prozessen und Arbeitsweisen festhält.

Digital-Katalysator für New Work

2020 rüsteten viele Unternehmen – soweit möglich – ihre Mitarbeiter für das Arbeiten im Home Office aus, oft unter großem Druck. So veränderte Corona die Arbeitswelt in kürzester Zeit. Dieser Impuls wird laut dem Telekom-Report auch künftig in vielen Branchen bestehen bleiben – und nicht nur in Branchen mit einem hohen Anteil an klassischen Büroarbeitsplätzen. Zum Beispiel steigt auch im Gesundheitswesen, dem Baugewerbe und im Handel der Einsatz digitaler Lösungen, die mobiles Arbeiten und digitalen Austausch mit Kunden und Partnern erleichtern.

Fazit und Ausblick: Sparen, investieren und digitalisieren

Die Krise hat so deutlich wie nie gezeigt, dass Digitalisierung weder Luxus noch Zukunftsmusik bedeutet, sondern Flexibilität in jeder Situation. Diese Erkenntnis beschleunigt das Tempo der digitalen Transformation und liefert viele Argumente gegen Skeptiker. Unter dem Eindruck der Corona-Krise wollen im Durchschnitt aller Branchen 37 Prozent der Unternehmen ihre digitalen Prozesse vorantreiben.

Dieses Jahr zwingt allerdings auch viele Unternehmen zu einem Spagat aus Sparmaßnahmen und Investitionen in die digitale Infrastruktur. Dabei gibt es klare Prioritäten bei den Investitionen: Mobile Endgeräte und Kommunikationstools sind Dauerbrenner, wie auch Themen wie IT-Sicherheit und Datenschutz. Es bleibt zu hoffen, dass viele erkennen, dass Digitalisierung auch die Kosten durch mehr Effizienz senken kann und so diese Herausforderung löst.

Weitere Veröffentlichungen zum #Digitaltag im Netz 2021:

14.06.2021:         #STAYDIGITAL – Einfach mal anfangen! Leicht einsteigen in die Digitalisierung

15.06.2021:         #STAYCONNECTED: Die Krise als Chance zur Digitalisierung nutzen – gehen Sie in die Cloud

16.06.2021:         #STAYACCESSIBLE: Werden Sie papierlos – oder wie Sie Dokumente digital gut managen

17.06.2021:         #STAYDIGITAL – So geht digitale Rechnungstellung heute

18.06.2021:         #STAYFUNDED – Wie Förderprogramme Sie bei Ihrer Digitalisierung unterstützen können

19.06.2021:         #STAYONTRACK – Wie Sie mit Hilfe von Business Intelligence bessere Entscheidungen treffen?

20.06.2021:         #STAYSAFE – Wie sicher ist Ihre Cloud

#STAYFORACOFFEE: Die Experten-Talks von Sage

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