Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

Fachkräftemangel im Handwerk: Mit knappen Ressourcen produktiver arbeiten

Zurück zur Suche

Sage Advice – Logo
Sage AdviceDer Blog für fundiertes Unternehmerwissen
AbonnierenAbonnieren
Mann mit Laptop in Produktionshalle

Es ist schön, wenn man als Metallbaubetrieb langfristig volle Auftragsbücher hat. Meist wäre es noch schöner, wenn man dem Kunden mit mehr Personal früher liefern und somit mehr Umsatz generieren könnte. Um die wirtschaftlichen Einbußen durch den Fachkräftemangel im Handwerk abzumildern, helfen auf den Betrieb abgestimmte Maßnahmen in mehreren Bereichen.

Der Grundgedanke der Industrie ist es, alles, was sich wirtschaftlich automatisieren lässt, zu automatisieren. Auch wenn die hochautomatisierten Produktionsanlagen wie beispielsweise in der Automobilindustrie kaum als Vision für den mittelständischen Metallbaubetrieb taugen: Ideen darf man sich holen. Die Industrie arbeitet derzeit daran, möglichst alle Produktionseinheiten und Maschinen zu vernetzen. Jede Einheit soll sowohl elektronisch eingerichtet und gesteuert werden können als auch Messwerte zurückliefern.

Am Beispiel Schweißen auf den Metallbau übertragen: Zum einen werden vernetzte Schweißgeräte online mit den nötigen Einstellungen für das jeweilige Werkstück versorgt. Die Zeit ist somit für die Einrichtung verkürzt. Zum anderen liefert das Schweißgerät Messwerte über den Schweißvorgang zurück. Diese werden dem Auftrag und Werkstück zugeordnet gespeichert. Dadurch können Vorgänge ohne viel Papier und Schreibarbeit und mit weniger Handschuh-aus-Handschuh-an dokumentiert werden. Ähnliches gilt für andere Maschinen von Abkantpresse bis Faserlaserschneidanlage.

Schneller durch Dokumentenmanagement

Die passende Software kann den Mitarbeiter im und vor allem außerhalb des Betriebs entlasten. Ein modernes Dokumentenmanagement ermöglicht den mobilen Zugriff auf alle archivierten Dokumente per Smartphone, Tablet oder Laptop. Für einen Besuch beim Kunden muss nicht erst viel Papier ausgedruckt und eingepackt werden. Per Stichwort oder durch kunden- und auftragsbezogene Verknüpfung können Dokumente in Sekunden gefunden und eingesehen werden. So kommt der Mitarbeiter schneller zur nächsten Baustelle, zurück in den Betrieb oder einfach einmal früher nach Hause.

Gleichermaßen können Daten und Gesprächsnotizen direkt online erfasst und Aufgaben zugeordnet werden – ohne den Umweg über handschriftliche Notizen. Bis der Mitarbeiter wieder im Betrieb ist, hat das Büro vielleicht schon nötiges Material disponiert oder ein Angebot angepasst und versandt.

Kostenloser Ratgeber Handwerksbranche: Zukunftssicherer, digitaler Metallbaubetrieb

Lernen Sie die aktuellen Herausforderungen kennen:

  • Digitalisierung
  • Fachkräftemangel
  • Normen und Vorschriften
Kostenlos jetzt Ratgeber herunterladen

Interessanter durch Aufgaben

Inhaber und langjährige Mitarbeiter haben sich an viele wiederkehrende Abläufe gewöhnt und hinterfragen diese selten. Wie sich junge Menschen einen attraktiven Arbeitsplatz vorstellen, wissen sie meist nicht.

Denn gerade junge Fachkräfte lieben Aufgaben, bei denen sie sich auch einbringen und beweisen können. Sie brauchen mehr Erfolgserlebnisse und beschäftigen sich gerne mit moderner Technik. Daher ist ein Betrieb attraktiver, der über eine zeitgemäße Betriebssteuerung per ERP-Software verfügt.

Diese Software bildet die Geschäftsprozesse ab, steuert und verwaltet bestmöglich die Ressourcen wie Kapital, Personal oder Produktionsmittel. „Alten Hasen“ ist diese digitale Welt oft etwas zu abstrakt. Junge Mitarbeiter hingegen sind davon meist fasziniert und erleben Selbstwirksamkeit, wenn ihre am Computer gemachte Konstruktion Wochen später als meterhohe Stahlkonstruktion in der Innenstadt steht.

Von der Konstruktionszeichnung über die Maschineneinrichtung bis zur Dokumentation – gute Software kann den Menschen viele wiederkehrende, eher routinemäßige Arbeiten abnehmen. So bleiben mehr individuellere, spannendere Tätigkeiten, die dem menschlichen Wunsch nach persönlichem Wachstum mehr entsprechen.

Zu dem Produktivitätsgewinn kommt für den Handwerksbetrieb und das Handwerk als Ganzes damit noch hinzu, was im Kampf um Fachkräfte immer wichtiger wird: ein Image als attraktiver Arbeitgeber und eine höhere Mitarbeitertreue.

Schreiben Sie einen Kommentar