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#SageNachfolgePlaner Podcast-Folge 7: Frauen traut euch! Podtalk mit Tijen Onaran und ihren Gästen über Mut zum Netzwerken, Unternehmensnachfolge & Co

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2 Frauen im Büro

Dass für Frauen der Weg in die Unternehmensführung immer noch keine Selbstverständlichkeit ist, belegen aktuelle Studien: Gerade einmal bei 16,4% deutscher KMU ist eine Frau an der Führungsspitze. Bei Großkonzernen liegt der Anteil nochmal deutlich darunter. Auch im internationalen Vergleich hinkt Deutschland hinterher.

Gründe dafür gibt es viele. Nicht nur fehlende, politische und strukturellen Rahmenbedingungen verzögern die Gleichstellung von Frauen und Männern im Unternehmertum. Auch die Unternehmen und Betriebe selbst stehen in der Pflicht, den Wandel hin zu einer diversen Arbeitswelt voranzutreiben und Frauen zu bestärken, in die Führungsebene aufzusteigen. Besonders in männerdominierten Branchen und Unternehmenskulturen scheint der Anspruch auf Chancengleichheit immer noch nicht in der Praxis angekommen.

Was also können Frauen selbst tun, um voranzukommen und vielleicht sogar ein Unternehmen zu gründen oder zu übernehmen?

Tijen Onaran

Die Netzwerk-Expertin und vom Manager Magazin zu den Top 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft gezählte Unternehmerin Tijen Onaran* spricht darüber in dieser Podcast-Talkrunde mit den Gründerinnen und Geschäftsführerinnen Simone Merfeld und Christiane Wolff.

 

  1. Netzwerken als Basis von Unternehmertum

„All das, was ich über die letzten 20 Jahre mit meinem Netzwerk aufgebaut habe, erweist sich jetzt als absolut positiv“, sagt Christiane Wolff, die im Jahr 2000 das Nettwerk, ein Netzwerk für Frauen aus der Kommunikationsbranche, ins Leben gerufen hat. 2019 hat sie zusammen mit einem Partner das Handwerksunternehmen Crafty gegründet. Die Idee, Handwerk als Full-Service-Leistung anzubieten, kommt – auch dank ihres Netzwerkes – gut an. „Wir müssen fast gar nichts selbst anschieben, sondern viele kommen auf uns zu.“ Auch Simone Merfeld, Gründerin & Geschäftsführerin von iKnowKonzept und sehr aktiv im Frauennetzwerk Mission Female sagt: „Investiert in euer Netzwerk, noch bevor ihr es wirklich braucht.“

  1. Mut zum Wandel und weg vom Sicherheitsdenken

Christiane Wolff

Nicht so viel nachdenken, einfach machen – und keine Angst vorm Scheitern haben! „Klar macht man auch Fehler, aber die erleben wir alle im „normalen“ Job auch. Also können wir auch im eigenen Unternehmen Fehler machen“, so Christiane Wolff. Sich als diverses Unternehmerpaar aufzustellen, kann dabei eine gute Idee sein. Während sich ihr geschäftsführender Partner Jens Zabel um das eigentliche Handwerk kümmert, ist sie für andere Bereiche verantwortlich, zum Beispiel fürs Marketing oder das Netzwerken.

„Ich habe noch nie so viel in einem Jahr gelernt“, sagt sie. „Du lernst, weil du es einfach musst!“

  1. Geschlechterstereotype aufbrechen

Simone Merfeld

„Nachfolge ist grundsätzlich ein schweres Erbe“, sagt Simone Merfeld. Doch ein doppelter Wechsel bei einer Unternehmensnachfolge – von alt auf jung, von männlich auf weiblich – ist eine gute Chance, Stereotype abzubauen und der Stigmatisierung von Frauen in Männerdomänen den Kampf anzusagen. „Wenn wir dahinkommen, dass eine Frau als neue CTO im Großkonzern kein Thema mehr ist, dann sind wir am Ziel.“

 

  1. Digitalisierung in die alltägliche Praxis einbauen

Personal Branding und die Positionierung in sozialen Medien sind wichtige Tools, um sich selbst sichtbarer zu machen. Aber auch, um anderen Frauen als Vorbild zu dienen. Denn: „Was man sehen kann, kann man werden“, sagt Tijen Onaran. Vielen Frauen ist gar nicht bewusst, welche Vielfalt gerade auch Berufsbilder in der Technik- und Digitalbranche bieten. Digitalisierung kann dabei unterstützen. So gibt es zum Beispiel in der Handwerksbranche ein Startup, das Virtual Reality Tutorials anbietet. Man kann die Anwendung von Maschinen und Anlagen virtuell ausprobieren und austesten, ob das Berufsbild ansprechend ist, erzählt Christiane Wolff.

Sketchnote #SageNachfolgePlaner Podcast-Folge 7: Frauen traut Euch. #Weltfrauentag #IWD

 

Viele Fragen – viele Antworten gibt’s im Podcast

Hilft es, sich bei der Gründung einen Zeitrahmen zu setzen? Denken Frauen zu viel nach? Brauchen Unternehmen und die Politik mehr Druck von außen? Und wie funktioniert eigentlich Mixed Leadership?

Die erfahrene Moderatorin und Speakerin Tijen Onaran schafft es auf unterhaltsame Art und Weise, zusammen mit ihren Gästen alle diese Themen anzusprechen und Antworten zu finden auf die Frage: Kann man Unternehmertum lernen? Hören Sie rein!

 

*Foto Credit Tijen Onaran: Urban Zintel