Beschreibung im Lexikon

Nachwuchsförderung

Nachwuchsförderung im eigenen Unternehmen

Schon jetzt verspüren viele Unternehmen in Deutschland den Fachkräftemangel, der sich in Zukunft noch verschärfen wird. Daher setzen Arbeitgeber verstärkt auf Talent Management und Nachwuchsförderung. Viele gehen bereits aktiv in den Hochschulen auf die Jagd nach High Potentials für das Traineeprogramm im eigenen Unternehmen. Junge Auszubildende und motivierte Praktikanten werden ebenfalls zunehmend gefördert, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden.

Zusätzlich investieren Unternehmen große Summen, um die Ausbildungsqualität an Schulen und Universitäten zu verbessern. Vor allem in Letzteren sollte das praxisorientierte Lernen gestärkt werden, um die Studenten fit für die spätere Berufswahl zu machen. Nicht zuletzt gehören auch Spenden und Sponsoring zur Nachwuchsförderung als Teil des Employer Brandings, durch das sich Unternehmen als attraktive Arbeitgeber für den Nachwuchs präsentieren möchten.

Die Nachwuchsförderung trägt zu einer guten Unternehmenskultur bei und stärkt die Motivation der Mitarbeiter. Da sie wissen, dass sie bei ihrem Arbeitgeber hohe Wertschätzung genießen, engagieren sie sich stärker und erbringen eine bessere Leistung.

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Wie funktioniert die Nachwuchsförderung im eigenen Betrieb?

Die Nachwuchsförderung ist eng mit der Personalentwicklung verbunden. In größeren Unternehmen gibt es meist einen speziellen Personalentwickler in der Abteilung Human Resources, der sich mit der weiteren Entwicklung des Personals in Form diverser Förderungen beschäftigt. In enger Zusammenarbeit mit den Führungskräften und Abteilungsleitern ermittelt dieser Beauftragte den voraussichtlichen zukünftigen Bedarf. Parallel dazu ermittelt das Unternehmen potenzielle Kandidaten unter den Nachwuchskräften, die die Fähigkeit und das Interesse mitbringen, in Zukunft mehr Verantwortung zu übernehmen. Dies geschieht über einen längeren Zeitraum hinweg, in dem die Vorgesetzten die entsprechenden Kandidaten sorgfältig beobachten. Gemeinsam mit den geeigneten Kandidaten werden Förderpläne erstellt und Fortbildungsmaßnahmen angeboten. Je nach Aufgabe und Bereich werden dem Nachwuchs ein erfahrener Mentor zur Seite gestellt oder ein externes Coaching angeboten.

In kleinen und mittelständischen Unternehmen sind die Herausforderungen des technischen Fortschritts und der Digitalisierung oft größer, doch zugleich fehlt es an speziellen Personalentwicklern. Hier kann ein Mitarbeiter der Personalabteilung in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die Arbeit übernehmen. Zugleich gilt es, bei Bewerbungsgesprächen von Anfang an auf eine hohe Motivation zur Fortbildung und Weiterentwicklung zu achten. Talentierte Azubis lassen sich mit großzügigen Angeboten längerfristig an das eigene Unternehmen binden.

Externe Nachwuchsförderung für Unternehmen

Das Bildungswesen erlaubt verschiedene Möglichkeiten der externen Nachwuchsförderung. Sehr beliebt ist beispielsweise die Vergabe von Stipendien: Junge Studierende bewerben sich bei Unternehmen um ein Stipendium, mit dessen Hilfe sie ihr Studium finanzieren. Oft wird vielversprechenden Stipendiaten im Rahmen des Studiums ein Praktikum im Unternehmen angeboten. Erweist sich das dem Nachwuchskandidaten entgegengebrachte Vertrauen als berechtigt, kann ihm nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums ein Arbeitsplatz angeboten werden.

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