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Lohnabrechnung für mich selbst? Lohn und Gehalt für selbstständige Unternehmer

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Lohnabrechnung Selbstständige

Lohnabrechnung für mich selbst? Lohn und Gehalt für selbstständige Unternehmer

Was ein Einzelunternehmer oder Freelancer in einem Zeitraum verdient, hängt unmittelbar davon ab, was er im selben Zeitraum erwirtschaftet. Kurzum: Das, was als Gewinn am Ende des Monats übrig bleibt, hat ein selbstständiger Unternehmer zum Leben.

Keine Lohnabrechnung für Selbstständige

Als Einzelunternehmer bekommt man damit kein Gehalt im herkömmlichen Sinne, sondern kann über den Gewinn der selbstständigen Arbeit verfügen. Das eigene Einkommen ist also direkt an den Erfolg geknüpft. Ohne Gewinn gibt es auch kein Einkommen. Eine Lohnabrechnung oder ähnliches muss in diesem Fall nicht erstellt werden.

Sonderfall: Gehalt des Gesellschafter-Geschäftsführer

Ausnahmen gibt es, wenn der Unternehmer selbst auch im Betrieb angestellt ist. Beispielsweise kann ein Gesellschafter einer GmbH auch gleichzeitig Geschäftsführer dieser GmbH sein. Man spricht vom Gesellschafter-Geschäftsführer. In diesem Fall wird ein vertraglich vereinbartes Gehalt gezahlt, das auch per Lohnabrechnung in der Buchhaltung bearbeitet wird und als Einkunft aus nichtselbstständiger Arbeit zählt.

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Vorsicht: verdeckte Gewinnausschüttung vermeiden

Doch Vorsicht: um Probleme bei der Betriebsprüfung vorzubeugen, gibt es hier einige Regeln zu beachten, die insbesondere die GmbH und und die haftungsbeschränkte Unternehmensgesellschaft betreffen. Viele Gesellschafter nutzen die Option, sich selbst als Geschäftsführer einzustellen. Als Ergebnis sind die Gehaltszahlungen an den Geschäftsführer Teil der Betriebsausgaben und mindern den Gewinn des Unternehmens. Das kann für das Unternehmen steuerliche Vorteile haben.

Auch wenn nicht zwingend erforderlich, empfiehlt sich eine genaue vertragliche Dokumentation des Angestellten-Verhältnisses zwischen dem Gesellschafter-Geschäftsführer und der GmbH, um im Zweifelsfall bei Prüfungen durch das Finanzamt die rechtliche Anerkennung sicherstellen zu können. Insbesondere Gehalt, Zusatzleistungen oder Sondervergütungen sowie alle weiteren Bestandteile der Gesamtvergütung, beispielsweise geldwerte Vorteile durch private Nutzung des Firmenwagens, müssen hier zweifelsfrei vereinbart sein.

Angemessenes Gehalt zur Vermeidung von Steuerschuld

Nur so ist für das Finanzamt nachvollziehbar, wie hoch die Gesamtvergütung für den Gesellschafter-Geschäftsführer tatsächlich ausfällt. Hintergrund ist, dass eine sogenannte verdeckte Gewinnausschüttung vermieden werden muss. Das würde bedeuten, dass ein Gesellschafter-Geschäftsführer sich überdurchschnittlich großzügige Gehaltszahlungen gewährt, die dem Unternehmen nebenbei die einiges an Steuerlast ersparen.

Zwar steht dem Geschäftsführer der GmbH ein angemessenes Gehalt zu, dieses muss aber innerhalb eines „angemessenen”Rahmens liegen. Letztendlich zählt dabei der Branchenvergleich, sowie ein interner Betriebsvergleich. Vergütungsstudien, wie sie von Kienbaum oder der BBE Unternehmensberatung durchgeführt werden, können als hilfreiche Richtwerte herangezogen werden, um ein angemessenes Gehalt zu ermitteln.

Fazit

Lohnabrechnungen für Ihre Angestellten und sich selbst erstellen Sie im Handumdrehen. In den meisten Fällen müssen Sie sich als selbstständiger Unternehmer jedoch nicht um eine Abrechnung für Ihre eigene Person sorgen. Anders ist dies, wenn Sie sich selbst als Geschäftsführer anstellen, zum Beispiel in der eigenen GmbH. In diesem Fall ist eine vertragliche Dokumentation eines angemessenen Gehaltes wichtig, um Probleme bei der Betriebsprüfung durch das Finanzamt zu vermeiden.