HR-Management und Lohnbuchhaltung

Lohnabrechnung zum Jahreswechsel 2023/2024: Die wichtigsten Infos im Überblick

Mit dem Jahreswechsel treten im Bereich der Lohnabrechnung bedeutsame Veränderungen in Kraft. Von neuen gesetzlichen Bestimmungen bis hin zu bewährten Praktiken – mit unseren Artikeln sind Sie bestens auf das neue Jahr 2024 vorbereitet!

Lohnabrechnung: Änderungen zum Jahreswechsel Lohnsteuer und SV

Das neue Jahr bringt nicht nur frische Perspektiven für Personaler, sondern auch einige wichtige Änderungen im Bereich der HR und Lohnabrechnung zum Jahreswechsel mit sich – von gesetzlichen Anpassungen, wichtigen Anforderungen an die HR im Arbeitsrecht bis zu praktischen Tipps zur Optimierung der Lohnabrechnungsprogramme und -prozesse. Hier erfahren Sie, welche Aspekte Sie im Jahr 2024 im Auge behalten sollten.

Mindestlohn und Minijob-Grenze steigen ab dem 01. Januar 2024

Mit Wirkung zum 01. Januar 2024 werden in Deutschland sowohl der gesetzliche Mindestlohn als auch die Verdienstgrenze für Minijobs erhöht. Beide Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Einkommenssituation vieler Arbeitnehmer zu stabilisieren und deren soziale Sicherheit zu fördern. Welche Aspekte Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Speziellen für die Lohnabrechnung zum Jahreswechsel zu beachten haben, erfahren Sie im Artikel.

Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe: Neuregelungen zum 01.01.2024

Ab dem 01. Januar 2024 treten in Deutschland auch neue Regelungen zur Zahlung der Schwerbehinderten-Ausgleichsabgabe in Kraft. Diese zielen darauf ab, die Beschäftigungssituation für Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Die Ausgleichsabgabe wird nach oben angepasst, um Unternehmen dazu zu motivieren, mindestens die gesetzlich vorgeschrieben Zahl an Menschen mit Behinderungen in ihren Betrieben einzustellen. Diese Maßnahme soll die Chancengleichheit fördern und die inklusive Arbeitswelt weiter vorantreiben.

Inflationsausgleichsgesetz 2023 und 2024 bringt steuer­liche Entlas­tungen

Auch 2024 will die Bundesregierung die Effekte der kalten Progression weiter ausgleichen und so zusätzliche (Steuer-)Belastungen für die 48 Millionen steuerpflichtigen Bürger abwenden. Das Gesetz soll nicht nur steuerliche Mehrbelastungen reduzieren, sondern auch den Verwaltungsaufwand. Angepasst werden neben dem Einkommenssteuertarif der Grundfreibetrag, das Kindergeld, der Kinderfreibetrag sowie der Spitzensteuersatz und der Freibetrag beim Solidaritätszuschlag.

Wachstums­chancen­­­­gesetz – was ändert sich bei der Lohnabrechnung?

Mit dem Wachstumschancengesetz soll die Liquidität der Unternehmen erhöht werden, sodass sie wieder mehr Investitionen tätigen und mehr Innovationen wagen können. Dadurch soll die digitale Transformation besser begleitet und der Standort Deutschland attraktiver gemacht werden. In Bezug auf die Lohnabrechnung können sich Anpassungen bei steuerlichen Vergünstigungen, Freibeträgen und Sozialabgaben ergeben. Allerdings hat der Bundesrat dem Gesetz noch nicht zugestimmt. Er hat Ende November den Vermittlungsausschuss angerufen, da noch etliche Änderungswünsche zwischen dem Bund und den Ländern zu klären sind.

Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2024

Mit der Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2024 treten Veränderungen bei den maßgeblichen Größen für die Sozialversicherung in Kraft. Sie betreffen beispielsweise die Beitragsbemessungsgrenzen und die Versicherungspflichtgrenzen. Um die zukünftig gültigen Rechengrößen korrekt zu berücksichtigen, sollten Unternehmen ihre Lohnabrechnungsprogramme und -prozesse entsprechend prüfen und anpassen. Schließlich sind diese Anpassungen bei der Sozialversicherung zur Lohnabrechnung im Jahreswechsel für Arbeitnehmer und Arbeitgeber von großer Bedeutung.

Beitrag zur Pflegeversicherung berechnen ab Juli 2023

Bereits seit Juli 2023 sind Änderungen bei der Berechnung des Pflegeversicherungsbeitrags wirksam. Mit der neuen Berechnungsart richtet sich die Höhe des Beitrags zur Pflegeversicherung nun nach der Anzahl an Kindern, die ihre einzelnen Beschäftigten haben und ob diese noch unter 25 Jahren alt sind. Da sich der Pflegeversicherungsbeitrag aus einem Arbeitnehmer- und einem Arbeitgeberanteil zusammensetzt, müssen die Arbeitgeber ihre Abrechnungssysteme auf diese Änderung hin prüfen.

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E-Book: Lohnwegweiser 2024 – gesetzliche Änderungen zum Jahreswechsel

Ihr kostenfreies E-Book enthält die wichtigsten Neuerungen für 2024, wie beispielsweise:

  • Mindestlohn und Minijob-Grenze, Inflationsausgleichsgesetz, Wachstumschancengesetz
  • Sozialversicherung
  • Lohnsteuerrecht
  • Grenzwerte, Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen 2024
  • Checklisten und Zahlungstermine 2024

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Arbeitsrecht: Änderungen zum Jahreswechsel 2024

Neue Regelung zur Ver­jährung und dem Verfall von Urlaubsanspruch

Dringender Handlungsbedarf besteht für Unternehmen auch beim Verfall und der Verjährung von Urlaubsansprüchen ihrer Mitarbeiter. Das Bundesarbeitsgericht hat im Dezember 2022 zwei richtungsweisende Grundsatzurteile erlassen, die massive finanzielle Auswirkungen für Arbeitgeber haben können. Wenn Sie Ihren Obliegenheitspflichten nicht rechtzeitig nachkommen, dann können sich Urlaubsansprüche Ihrer Beschäftigten über Jahre hinweg und unbegrenzt ansammeln. Im Artikel erfahren Sie, wie Sie dem entgegenwirken können und dafür sorgen, dass Ihre Mitarbeiter ihren Urlaub rechtzeitig nehmen.

Hinweisgeberschutzgesetz: Aktueller Stand zur EU-Whistleblower-Richtlinie

Das Hinweisgeberschutzgesetz, das bereits am 02. Juli 2023 in Deutschland in Kraft getreten ist, setzt die EU-Whistleblower-Richtlinie in nationales Recht um. Ziel dieses Gesetzes ist es, Hinweisgeber besser vor Repressalien durch ihre Arbeitgeber zu schützen. Ab einer bestimmten Betriebsgröße müssen Unternehmen eine Meldestelle einrichten und innerhalb weniger Monate den gegebenen Hinweisen entsprechend nachgehen. Andernfalls drohen heftige Bußgelder.

Nachhaltigkeitsberichterstattung – gilt die Pflicht auch für Sie?

Zur Pflicht wird für viele Unternehmen obendrein die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die seit 2017 bestehenden Regelungen wurden 2022 durch die Vorschriften zur EU-Taxonomie ergänzt. Somit könnte die Abgabe eines Nachhaltigkeitsberichtes für etliche Unternehmen zu einem verpflichtenden Bestandteil ihres Finanzberichts werden. Lesen Sie im Artikel, ob auch Ihr Unternehmen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet ist.

Fachkräfteeinwan­derungs­­gesetz 2023: 5 Tipps zur Fachkräftegewinnung

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das Teil der Fachkräftestrategie der Bundesregierung ist, zielt darauf ab, die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte nach Deutschland zu erleichtern und Hürden im Prozess abzubauen. Das Gesetz ermöglicht es Fachkräften aus Drittstaaten, gezielt in Deutschland zu arbeiten. Es erleichtert außerdem den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt, insbesondere für Hochqualifizierte, Auszubildende und bestimmte Branchen. Nachfolgend erhalten Sie fünf Tipps, wie Sie die entsprechenden Fachkräfte für sich gewinnen können.

Arbeitsrechtliche Fragen zum Einsatz von KI

Mit dem Start von ChatGPT hat das Thema Künstliche Intelligenz (KI) einen absoluten Schub erfahren. Inzwischen erhält KI Einzug in viele Arbeitsbereiche, da sie die Arbeitsprozesse nicht nur vereinfacht, sondern auch optimiert. Allerdings bedeutet das auch, dass arbeitsrechtliche Fragen zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz dringend geklärt werden müssen. Dabei geht es vor allem um Datenschutz, Transparenz, die Haftung bei Fehlern der KI und den ethisch und rechtlich korrekten Einsatz von KI am Arbeitsplatz.
Lesen Sie dazu auch ChatGPT in HR: Wie kann ein rechtssicherer Einsatz gelingen?

Entgeltabrechnung: Checkliste

Zum Jahreswechsel müssen viele Aspekte der Lohnabrechnung sorgfältig überprüft werden. Eine Checkliste ist ein nützliches Werkzeug, um sicherzustellen, dass kein Detail übersehen wird:

Checklisten Lohnabrechnung Jahreswechsel 2023

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