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Unternehmensnachfolger und Startups: Kooperationen mit Zukunft

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Unternehmensnachfolge Startup und Mittelstand

Die Corona-Pandemie hat mit ihren wirtschaftlichen Auswirkungen den Mittelstand in Bewegung gebracht: Laut einer KFW Studie passen über die Hälfte der mittelständischen Unternehmen ihr Angebot, ihren Vertrieb oder ihr Geschäftsmodell aktuell an. Mehr denn je gilt es, agil und flexibel auf Veränderungen zu reagieren und offen für neue Strategien zu sein.

Als Unternehmensnachfolger sind auch Sie davon betroffen und haben ein Interesse, Ihre Firma fit für die Zukunft zu machen. Kooperationen mit Startups geben Ihnen die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, sich mit einer jungen Unternehmergeneration zu vernetzen und am Puls der Zeit zu bleiben.

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Unternehmensnachfolge Startups und Mittelstand Kooperationen Sanja_StankovicSanja Stankovic ist echte Startup-Expertin und kennt sich bestens mit Innovationen „made in Germany“ aus: Als Mitgründerin der Plattform Hamburg Startups und mit ihrem neuen Projekt german.innovation erlebt sie die Herausforderungen und Mindsets junger Startups hautnah. Im Gespräch erzählt sie, was Nachfolger und Familienunternehmen bei einer Partnerschaft mit Startups beachten sollten.

Frau Stankovic, wie sehen Sie die Verbindung zwischen Startups und mittelständischen Familienunternehmen: Die einen sind sehr frisch auf dem Markt, die anderen bereits etablierter. Ziehen diese Gegensätze sich an?

Tatsächlich sehe ich die beiden Parteien gar nicht als Gegensatz, im Gegenteil: Es gibt starke Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel sind Familienunternehmen meist inhabergeführt, genauso wie Startups. Das heißt, die Entscheidungswege sind oft kurz. Ich finde es großartig, wenn Startups und Familienunternehmen zusammenarbeiten, da daraus meist eine wertvolle strategische Partnerschaft entsteht.

Familienunternehmer und Nachfolger denken sehr nachhaltig, weil sie in der Regel etwas hinterlassen und weitervererben wollen. Sie haben also immer die langfristigen Ziele im Blick und denken eher in Generationen als nur in Quartals- oder Jahreszielen. Sie sind also sehr auf die Weiterentwicklung des Unternehmens bedacht und darauf, sich zu digitalisieren. Da bieten gerade Startups oft genau die richtigen Lösungen. Eine Kooperation ist für beide Seiten sehr interessant – sie ergänzen sich ideal.

Ihrer Erfahrung nach gibt es also aus der Perspektive von Startups durchaus ein Interesse am Mittelstand?

Auf jeden Fall – das sind sehr interessante Kooperationspartner. Startups haben die Herausforderung, sich in einer Branche zurechtfinden und beweisen zu müssen, ohne sich schon einen Namen gemacht zu haben. Wenn sie die Chance bekommen, mit einem etablierten Unternehmen aus dieser Branche zusammenzuarbeiten, ermöglicht ihnen das den Zugang zu entsprechenden Netzwerken.

Die Teams im mittelständischen Unternehmen kennen sich bereits aus und haben wertvolle Kontakte und Know-how. Wenn sie sich an einem Startup beteiligen, haben sie natürlich auch ein Interesse, ihnen diese zur Verfügung zu stellen, um den Erfolg der jungen Firma zu sichern.

Was ist aus Sicht der Startups der Anreiz für eine solche Kooperation, was sollten die Familienunternehmen ihnen bieten?

Es sollte nicht nur um eine Finanzspritze und jährliche Bilanzberichte gehen. Viel interessanter sind wirklich strategische Partnerschaften, die über das Kapital-Investment hinausgehen: Eine fruchtbare Kooperation besteht aus einem Austausch auf Augenhöhe und der Bereitstellung von Netzwerken und Know-how. Denn die Startups brauchen Menschen an ihrer Seite, die ihnen den Einstieg in den Markt und in die Branche ermöglichen. Das Motto sollte also lauten: Wir erobern gemeinsam einen neuen Bereich.

Gibt es auf der anderen Seite auch Hürden, die ein Startup eher von einer Partnerschaft abhalten könnte?

Für das Startup dreht sich alles um das Startup – sie wollen so schnell es geht wachsen. Die Gründer hätten also manchmal gerne, dass sich die Welt ein bisschen schneller dreht und können schon mal ungeduldig werden. Da wirken langwierige Entscheidungsprozesse abschreckend. Allerdings gibt es aber nun mal Bereiche, bei denen es ganz normal ist, wenn die Entscheidungsfindung etwas dauert. Etablierte Familienunternehmen wissen, dass manches eher ein Marathon als ein Sprint ist und bringen die nötige Erfahrung mit.

Was sollten die Unternehmen auf jeden Fall beachten, wenn sie eine Kooperation mit einem Startup eingehen wollen?

Wenn sie eine Partnerschaft anstreben, bringt das viele Veränderungen mit sich. Bei einem Change Prozess wie diesem ist es wichtig, die eigenen Mitarbeiter ins Boot zu holen: Die Implementierung muss klappen – das sehe ich als größte Herausforderung. Ansonsten sollten sie die Kooperation nicht als Einbahnstraße sehen: Beide Seiten können sehr gut voneinander lernen. Dafür müssen sie sich aber auf die Arbeitsweisen im Startup einlassen. Gerade die frische, flexible Art, das „Ärmel hochkrempeln“, geht manchen größeren Unternehmen auch mal verloren – da sind Startups genau die richtigen Kooperationspartner.

Welche Verbindungen sehen Sie in diesem Thema zur Unternehmensnachfolge?

Meiner Erfahrung nach sind es häufig gerade die Unternehmensnachfolger, die Interesse an Kooperationen mit Startups haben. Sie sind oftmals jung und offen für die Zusammenarbeit. Außerdem ist die Sicherung der Nachfolge gerade im Mittelstand ein wichtiges Thema: Mit einem Startup ist gleich die nächste Generation mit im Boot.

Sie sehen also auch eine Chance auf eine Eingliederung des Startups ins Unternehmen, sodass die Nachfolge-Generation bereits gesichert ist?

Wenn alles gut zusammenpasst: Warum nicht? Ich glaube, bei einer Kooperation ist grundsätzlich alles möglich.

Kooperationen mit Startups sind ein Win-Win-Modell

Fazit: Eine Zusammenarbeit zwischen Startups und dem Mittelstand bringt beiden Seiten zahlreiche Vorteile ein. Als Unternehmensnachfolger in der heutigen Arbeitswelt ist Ihre Flexibilität und ein vorausschauendes, auf die digitale Zukunft gerichtetes Geschäftsmodell gefragt – gerade in diesen Themen ist eine Kooperation nicht nur Trendmodell, sondern ein nachhaltiges Investment. Denn genau wie Sie sind auch die Startups an einer langfristigen, strategischen Partnerschaft interessiert, von der beide Seiten profitieren. Machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft – und vernetzen Sie sich jetzt!

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