Willkommen an Bord: So empfangen Sie Ihre Neuen richtig!

Vor · 3 Minuten zu lesen

Suchen Sie auch händeringend nach neuem Personal? Dann sind Sie nicht alleine! Gut qualifizierte Fachkräfte sind rar – und daher heiß begehrt. Der Recruitingprozess gestaltet sich entsprechend aufwändig und ist mit hohen Kosten verbunden. Doch die Herausforderung besteht nicht nur darin, Mitarbeiter zu finden. Mindestens genauso wichtig ist es, die Neuzugänge zu begeistern und auch nachhaltig zu binden. Ein erster ganz wichtiger Schritt ist dafür das Onboarding, also den neuen Mitarbeiter an Bord Ihres Unternehmens gut aufzunehmen.

Onboarding wird oft sträflich vernachlässigt

Was erwartet das Unternehmen von mir? Welche Aufgaben stehen als erstes an? Mit wem arbeite ich zusammen? Wie kann ich mich in das Kollegium eingliedern? Und welches Wissen muss ich noch aufbauen? So genannte New Hires haben Fragen über Fragen. Schließlich beginnt für sie mit einem neuen Job auch ein neuer Lebensabschnitt. Zu anfänglichen Unsicherheiten kommen Erwartungen, Wünsche und Zielsetzungen. Und zwar sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite. Die gegenseitigen Vorstellungen zu besprechen und auf Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede abzuklopfen, steht daher ganz oben auf der Dringlichkeitsliste. Nur so wird es möglich, Missverständnissen vorzubeugen und die Weichen für eine gute Zusammenarbeit zu stellen. Doch in der Praxis scheitert das Onboarding oft schon an elementaren Dingen. So ergab die Candidate Journey Studie 2017: bei 38 Prozent der Neueinstellungen ist nicht einmal der Arbeitsplatz fertig eingerichtet, wenn sie ihren Job antreten. Ein Onboarding-Gespräch fand nur bei knapp der Hälfte statt.

Drei Viertel der Mitarbeiter wünschen, dass Ihnen von Anfang an Ansprechpartner zur Seite stehen. Für 49 Prozent sind Informationen rund um ihre neuen Aufgaben sowie das Unternehmen allgemein wichtig. Und mehr als ein Drittel würden gerne in Firmenaktivitäten eingebunden sein – und zwar schon vor dem ersten Arbeitstag.

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Zeigen Sie Wertschätzung – investieren Sie Zeit

Onboarding ist also wesentlich mehr als nur ein kurzes „Hallo“ vom neuen Kollegen. Der Prozess beginnt bereits mit der Jobzusage und erstreckt sich über die ersten Wochen im Betrieb. In dieser Zeit stellt sich heraus, ob sich die Erwartungen aus dem Bewerbungsprozess realisieren lassen. Hier sind die Unternehmen gefordert, aktiv zu werden und Zeit in ihre neue Fachkraft zu investieren. Fühlt sich der Neuzugang nicht wertgeschätzt, zu wenig informiert oder allein gelassen, kann es durchaus passieren, dass er sein Sonderkündigungsrecht während der Probezeit wahrnimmt und sich doch noch für ein anderes Angebot entscheidet. In so einem Fall wären alle Kosten und Mühen umsonst gewesen und Sie müssten mit der Mitarbeitersuche wieder von vorn beginnen.

Das Onboarding-Gespräch: auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit

Doch soweit muss es nicht kommen! Professionelles Onboarding ist kein Hexenwerk, sondern vielmehr eine Frage der richtigen Organisation. Dreh- und Angelpunkt dieses wichtigen Prozesses ist das Onboarding-Gespräch. Es sollte idealerweise bereits am ersten Arbeitstag stattfinden und ausreichend Zeit und Raum für einen ausführlichen Gedankenaustausch bieten. Gehen Sie mit Ihrem neuen Mitarbeiter zum Essen. Oder verbinden Sie das Gespräch mit einer Firmen, bzw. Werksführung. So lernt der Mitarbeiter gleich einige Kollegen kennen. Versuchen Sie zudem, Ihr Gegenüber nicht nur beruflich, sondern auch auf der privaten Ebene kennen zu lernen. So entdecken Sie den Menschen hinter dem Arbeitnehmer.

Vom Onboarding zum Longboarding

Ein gutes Eingliederungsmanagement ebnet den Weg für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die Freude über den neuen Mitarbeiter sollte – etwas überspitzt beschrieben – aber nicht beim Rest der Belegschaft wie die Freude über ein neues Lieblingsspielzeug ankommen, an dem man irgendwann das Interesse verliert. Das heißt, die Wertschätzung, die Sie einem neuen Mitarbeiter entgegen bringen und nach außen tragen, sollte sich genauso bei bestehenden Mitarbeitern fortsetzen. Und das vermitteln Sie am Besten durch den persönlichen Austausch, z.B. in Mitarbeitergesprächen. Welche Gesprächsarten es gibt, wann sie zum Einsatz kommen und worauf sie bei der Vorbereitung und Durchführung achten sollten, können Sie ausführlich in unserem kostenlosen E-Book „Vom Newbie bis zum Oldie: Mitarbeitergespräche im Mitarbeiterlebenszyklus“ erfahren.

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