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Zuhören ist Silber, Loben ist Gold: So etablieren Sie eine effektive Feedbackkultur

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Gespräch

Egal, ob Hausarzt, Restaurant oder Waschmaschine – Personen, Dienstleistungen und Produkte regelmäßig zu bewerten, gehört spätestens seit dem Siegeszug des Like-Buttons zu unserem digitalen Alltag. Allerdings meistens nur im Privatleben. Im Beruf vermissen die meisten eine ausgeprägte Feedbackkultur. Und das hat Folgen.

Warum ist eine offene Feedbackkultur notwendig?

Lob oder Geldprämie? Aus neurologischer Sicht ist die Wirkung auf Arbeitnehmer eine ähnliche. Doch während Bonuszahlungen in vielen Unternehmen zum Standard gehören, herrscht beim Thema Anerkennung große Flaute. Dabei ist diese Art der Motivation deutlich günstiger. Und ebenso effektiv: Denn regelmäßiges positives Feedback steigert Leistung, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiter und stärkt ihre Verbundenheit zum Unternehmen.

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Doch nicht einmal jeder zweite Arbeitnehmer (45 Prozent) hat einer Befragung zufolge im letzten halben Jahr mit seinem Vorgesetzten ein Mitarbeitergespräch geführt. Dabei sehnen sich viele Beschäftigte nach mehr Anerkennung. Vier von zehn Berufstätigen wünschen sich mehr Lob vom Chef. Das ergab eine Umfrage der Talent- und Karriereberatung von Rundstedt unter mehr als 600 Berufstätigen. Bei der nun in den Arbeitsmarkt eintretenden Generation Y ist dieses Bedürfnis noch größer. Kein Wunder – schließlich sind sie in der digitalen Welt groß geworden und es deshalb von Kindesbeinen an gewohnt, Rückmeldung immer sofort zu bekommen. Entsprechend wünscht sich jeder zweite der 18- bis 34-Jährigen mehr Feedback im Arbeitsalltag. Bei den 50- bis 69-Jährigen trifft dies hingegen nur auf jeden Dritten zu.

Konstruktive Feedbackkultur gibt Orientierung

Doch wie lässt sich diese Erwartungshaltung erfüllen? Voraussetzung ist eine konstruktive Feedbackkultur im Unternehmen. Dafür stehen verschiedene Feedbackmethoden zur Verfügung: So sind etwa beim 90-Grad-Verfahren ausschließlich der Mitarbeiter und sein Vorgesetzter involviert. Die Leistung des Mitarbeiters wird zum einen von ihm selbst, zum anderen vom Vorgesetzten bewertet und eingeschätzt. Dagegen bezieht das 360-Grad-Feeback auch die Einschätzung von Arbeitskollegen und Rückmeldungen von Kunden mit ein. Diese beiden Feedbackmethoden eignen sich dafür, erbrachte Leistung über einen längeren Zeitraum hinweg zu beurteilen. Doch Chefs sind nicht nur punktuell gefordert. Sie dürfen ihre Führungsaufgaben auch im Alltag nicht schleifen lassen. Das heißt konkret: Statt auf den Leitsatz „Nicht geschimpft ist genug gelobt“ zu setzen, sollten sie mit ihren Mitarbeitern kontinuierlich im Gespräch bleiben.

Regelmäßiges Feedback

Denn ohne regelmäßige Rückmeldungen zu ihrer Arbeitsleistung wissen Beschäftigte nicht, was sie gut machen und wo sie möglicherweise noch besser werden können. Entsprechend gehören zu einem konstruktiven Feedback sowohl Lob und Anerkennung als auch – falls nötig – Kritik und Verbesserungsvorschläge. Aber Achtung: Nicht nur bei kritischen Themen ist Fingerspitzengefühl gefragt. Führungskräfte sollten positives Feedback nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilen. Mitarbeiter haben sehr feine Antennen dafür, wann und wofür ein Lob angemessen ist. Anerkennung muss deshalb an ein bestimmtes Ereignis gebunden, konkret formuliert und vor allem ernst gemeint sein. Last but not least ist eine konstruktive Feedbackkultur keine Einbahnstraße. Führungskräfte sollten also ebenfalls stets ein offenes Ohr für Anregungen und Kritik ihrer Mitarbeiter haben – und diese nicht nur anhören, sondern auch ernst nehmen.

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Die Customer Experience bestimmt über Loyalität und Zufriedenheit von Kunden. Gleiches gilt für die Mitarbeitererlebnisse. Und die sind im Kampf um gute Fachkräfte heute entscheidend. So individuell wie die Kunden sind auch Ihre Mitarbeiter. Das Konzept des „Mitarbeiter-Lebenszyklus“ ebnet als konsequente Personalisierung des Personalmanagements den Weg zu positiven Mitarbeitererlebnissen. Wir stellen das Konzept in unserem HR-Fokus vor und beleuchten verschiedene HR Aufgaben unter diesem Gesichtspunkt.

Um alle Beiträge der Reihe zu sehen, klicken Sie bitte auf  „Mitarbeiterlebenszyklus“ unter den folgenden weiteren Themen: