7 Tipps, wie Sie die Arbeitsproduktivität steigern

Vor · 4 Minuten zu lesen

Ist Ihr Team zu beschäftigt, um zu arbeiten? Wie oft sind Sie morgens schon mit einer fertigen To-do-Liste an den Start gegangen, nur um durch Meetings und E-Mails aufgehalten zu werden? Kommt Ihnen das bekannt vor?  Mehr als jeder Dritte Arbeitnehmer räumt ein, unter 30 Stunden pro Woche produktiv zu sein. Diese Mitarbeiter arbeiten also jede Woche einen ganzen Tag, ohne etwas zu erledigen. Das ergab unsere Studie „Was lenkt Ihre Mitarbeiter von der Arbeit ab?“.  Sie gibt faszinierende Einblicke in die Wünsche von Mitarbeitern und verrät das Geheimnis für mehr Produktivität am Arbeitsplatz.  Diese sieben Studienergebnisse spiegeln nicht nur die Arbeitswelt von heute, sie zeigen auch, was Arbeitgeber verbessern können, um die Arbeitsproduktivität zu steigern:

1. Bieten Sie flexibles und mobiles Arbeiten an

Für 81 % der 3.500 befragten Arbeitnehmer ist es wichtig, flexibel arbeiten zu können. Heute bleiben Mitarbeiter immer am Ball, sie arbeiten länger und gelegentlich auch am Wochenende. Das traditionelle Arbeitsmodell mit festen Bürozeiten gilt aber oft weiterhin. Warum fangen Mitarbeiter, die frühmorgens am produktivsten sind, nicht schon um 07:00 Uhr an und warum können sie nicht gleich morgens ins Ausland telefonieren? Warum müssen Eltern im Büro „gesehen werden“, statt ihre Kinder zur Schule zu fahren? Und das, obwohl sie vielleicht bis spät abends arbeiten. Überdenken Sie Ihre Richtlinien für flexibles, mobiles Arbeiten. Wenn diese die Erwartungen Ihrer Mitarbeiter nicht erfüllen, wird es Zeit, sie zu ändern.

2. Arbeitsproduktivität: Weniger Tischtennis ist mehr

Nur 5 % der Befragten legen Wert darauf, im Büro Spielmöglichkeiten zu haben und zum Beispiel Tischtennis zu spielen. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter (53 %) findet dagegen, dass solche Angebote ablenken und der Arbeitsproduktivität schaden.  Erstaunliche 40 % der Arbeitgeber meinen aber, dass Nebenleistungen und Spiel den Mitarbeitern wichtig sind. Höchste Zeit also, die Strategie zum Spielen am Arbeitsplatz auf ihren Mehrwert zu überprüfen.

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3. Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Sie sie wertschätzen

Was Mitarbeiter statt Spielmöglichkeiten im Büro erwarten, kommt in unserer Studie deutlich zum Vorschein: Wertschätzung am Arbeitsplatz und Anerkennung ihrer Leistung. 66 % der Teilnehmer geben an, dass dies für sie entscheidend ist. Hippe Benefits oder Betriebsausflüge beeindrucken Mitarbeiter nicht übermäßig. Aber sie wollen von ihrem Arbeitgeber hören, dass sie gute Arbeit leisten. Sie wollen das Gefühl haben, dass das Unternehmen ihren Beitrag zu schätzen weiß.  Unternehmen haben tatsächlich endlose Möglichkeiten, dies zu kommunizieren: vom Training für Manager über kontinuierliches Feedback oder Anerkennung im Kollegenkreis bis hin zu einem einfachen „Vielen Dank!“.

4. Nehmen Sie Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter erkennbar ernst

39 % der Teilnehmer sind der Meinung, dass ihre Personalabteilungen mehr für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz tun könnten. Zuschüsse zum Fitnesscenter, kostenloses Obst und Unterstützungsangebote für Menschen in schwierigen Lebenslagen sind Beispiele dafür, was möglich ist. Oder Sie zeigen durch die Firmenkultur, dass Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter für Sie einen hohen Stellenwert haben – und daher auch auf der Prioritätenliste der Mitarbeiter nach oben schnellen sollten. Unternehmen sollten hier aufmerksam sein.

5. Fragen Sie die Mitarbeiter nach ihrer Meinung

Das ist ganz leicht. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie die Arbeitsproduktivität steigern können, fragen Sie die Mitarbeiter nach ihrer Meinung. Nur 12 % der von uns befragten Arbeitnehmer werden regelmäßig danach gefragt, wie ihr Mitarbeitererlebnis verbessert werden kann. Fast die Hälfte (47 %) wurde noch nie gefragt. Denken Sie aber daran, deutlich zu machen, dass Sie zuhören. Kommunizieren Sie, was Sie wie verbessern wollen, und nennen Sie Gründe, wenn Dinge sich nicht gleich ändern lassen.

6. Machen Sie sich die Aussagekraft von Daten zunutze

34 % der Mitarbeiter finden, Unternehmen könnten davon profitieren, wenn sie ihre HR-Entscheidungen auf Daten stützen. Wenn Sie die Produktivität Ihrer Mitarbeiter besser verstehen wollen, nehmen Sie Ihre stärksten Teams in den Blick und suchen Sie dort nach Mustern und Erkenntnissen. Führen Sie mit Methoden der People Analytics durch, überprüfen Sie anhand der Ergebnisse Ihre Hypothesen. So erkennen Sie, worauf Mitarbeiter ansprechen. Unternehmensentscheidungen zu Lieferketten, Finanzen oder Vertriebswegen werden nicht aus dem Bauch heraus getroffen – warum sollte es bei Mitarbeitern anders sein?

7. Was hat absolute Priorität? Gestalten Sie ein positives Mitarbeitererlebnis

Und das Top-Ergebnis unserer Studie über Produktivität am Arbeitsplatz? Eine geradezu überwältigende Mehrheit der Mitarbeiter – 78 % – gibt an, dass sich all ihre Erlebnisse als Mitarbeiter erheblich auf die Arbeitsproduktivität auswirken. Dieser Wert steigt auf 92 % bei den jüngeren Mitarbeitern – eine Gruppe, die im Jahr 2020 schon 50 % der Arbeitnehmer stellt. Menschen haben unterschiedliche Ziele und Ambitionen. Manche motiviert Geld, andere legen Wert auf eine gute Work-Life-Balance. Wer gerade nach Berlin umgezogen ist, hat wahrscheinlich andere Bedürfnisse als Mitarbeiter in der Phase der Familiengründung. Unternehmen müssen also wissen, was ihre Mitarbeiter motiviert und antreibt, um gemeinsam ein positives Mitarbeitererlebnis definieren zu können – damit sie optimal arbeiten.

8. Ihr Leitprinzip: Stellen Sie Mitarbeiter in den Mittelpunkt

Ein Drittel der Arbeitnehmer sieht es als Aufgabe der Personalabteilung, für ein positives Mitarbeitererlebnis zu sorgen. Das heißt, die Personalverantwortlichen müssen diesen Kulturwandel anführen. Allerdings schaffen sie das nicht allein. Die komplette Führungsriege muss sich der Aufgabe stellen, der gesamten Belegschaft positive Arbeitserlebnisse zu bieten. Je besser die Erlebnisse der Mitarbeiter sind, je motivierter sie arbeiten, umso produktiver können sie sein – und das Unternehmen profitiert von der Steigerung im gleichen Maße. Letztlich läuft alles auf die Frage hinaus, ob Ihr Unternehmen eine People Company ist und die Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt. Sind Mitarbeiter das wichtigste Kapital Ihres Unternehmens und hängt der Unternehmenserfolg davon ab, dass Ihre Arbeitskräfte erfolgreich sind?

Wissen Ihre Mitarbeiter das? Noch wichtiger, zeigen Sie es ihnen auch?

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