Risiko Mitarbeiterfluktuation: Wie Sie Ihre Mitarbeiter halten!

Vor · 3 Minuten zu lesen

Haben Sie in den vergangenen Monaten wertvolle Mitarbeiter an die Konkurrenz verloren? Dann sind Sie nicht alleine! Für Fach- und Führungskräfte ist die Lage am Arbeitsmarkt derzeit ausgesprochen gut: Wie Sie selbst, so suchen auch andere Betriebe händeringend nach qualifiziertem Personal – und Bewerber können häufig zwischen mehreren Stellenangeboten wählen. Das macht deutsche Arbeitnehmer derzeit so wechselwillig wie nie zuvor!

Laut der Studie „Career Insights“ der Personalberatung Michael Page planen 69 Prozent einen Jobwechsel bereits innerhalb der nächsten Monate. Doch woran liegt es, ob sich Ihre Mitarbeiter von der Konkurrenz abwerben lassen oder doch lieber dauerhaft im Unternehmen bleiben? Das Thema Mitarbeiterbindung gewinnt vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung.

Geringe Bindung – hohe Fluktuation. Welche Gründe spielen eine wichtige Rolle?

Von einem neuen Job versprechen sich Mitarbeiter vor allem eine neue Herausforderung, dicht gefolgt von besseren Entwicklungsmöglichkeiten. Auch das Thema Unternehmenskultur ist für einen möglichen Arbeitgeberwechsel ausschlaggebend. Etwa 60 Prozent ziehen das Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten als Entscheidungsgrundlage für eine berufliche Veränderung heran. In diesem Zusammenhang spielt auch die Kommunikation eine wichtige Rolle. 40 Prozent der HR-Manager sehen in einem unzureichenden Austausch zwischen Mitarbeitern und Chefs einen der größten Führungsfehler. Das ergab die Arbeitsmarktstudie 2015 des Personaldienstleisters Robert Half.

Checkliste: So stärken Sie die Mitarbeiterbindung

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Bindung verstärken – Fluktuation vermeiden. Das sind die wichtigsten Faktoren!

Fühlen sich Ihre Mitarbeiter wertgeschätzt und anerkannt, begegnen Sie Ihnen auf Augenhöhe und fördern Sie sie entsprechend ihrer Stärken, haben Sie gute Karten, Ihre Mitarbeiter langfristig zu binden. Denn ein Jobwechsel ist auch für Arbeitnehmer mit großen Herausforderungen und Umstellungen verbunden, den sie nur auf sich nehmen, wenn sie sich davon eine deutliche Verbesserung erwarten. Finden sie sich hingegen im eigenen Unternehmen wieder, verlaufen Abwerbeversuche der Konkurrenz meistens im Sand.

Kommunikation als wichtigste Stellschraube

Diesen Zusammenhang haben auch die Unternehmen erkannt: Laut Arbeitsmarktstudie steht daher in 64 Prozent der Betriebe derze it die Führungskultur auf dem Prüfstand. Der Trend geht hin zu einem hierarchieübergreifenden, partnerschaftlichen Miteinander. Fach- und Führungskräfte fordern Entscheidungskompetenzen, Mitspracherechte und Gestaltungsspielräume. Dazu gehört auch ein regelmäßiger Austausch zwischen Chef und Mitarbeitern. Bisher ist das laut Sodexo Beziehungsbarometer jedoch nur bei 22 Prozent der Beschäftigten der Fall. Hier ist noch deutlich Luft nach oben!

Kommunikation ist damit eine der wichtigsten Stellschrauben beim Thema Mitarbeiterbindung. Ein offener und persönlicher Austausch, auch und vor allem über Hierarchieebenen hinweg, schafft Verbundenheit und ist ein Zeichen der Wertschätzung. Und wer Anerkennung erhält, identifiziert sich mit seinem Unternehmen – ein stärkeres Bindemittel gibt es nicht!.

Mitarbeiter individuell fördern & binden

Kommunikation allein reicht aber nicht aus, werden Sie vielleicht einwenden. Zu Recht! Kommunikation ist nicht alles, aber die Grundlage für vieles. Denn im persönlichen Gespräch erfahren Sie, was Ihre Mitarbeiter wirklich wollen. Und nur wenn Sie das wissen, können Sie sie individuell fördern:

  • Belastet einen Mitarbeiter der Spagat zwischen Beruf und Familie? Dann können Sie ihm mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell entgegenkommen.
  • Ist ein Angestellter mit seinem Gehalt unzufrieden? Dann bieten Sie ihm eine leistungsabhängige Entlohnung an.
  • Wünscht sich ein Beschäftigter berufliche Entwicklungsmöglichkeiten? Dann erstellen Sie einen Karriereplan und bieten Sie ihm Weiterbildungen an, die ihn bei seinem Fortkommen innerhalb Ihrer Firma unterstützen.

Die individuelle Situation, die aktuelle Lebensphase oder auch das Alter der Mitarbeiter spielen eine wichtige Rolle, um gezielte Maßnahmen für Mitarbeiter zu ergreifen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist Fluktuation ein ernst zu nehmendes Thema. Denn neues Personal ist schwer verfügbar, die Akquise zeitaufwändig und kostenintensiv. Investieren Sie daher in Ihre Mitarbeiterbindung – und schieben Sie Abwerbeversuchen damit den Riegel vor. Wer diesen Aspekt vernachlässigt, bezahlt mit seinem Personal. Und zwar schon innerhalb der nächsten Monate.

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