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Unternehmensnachfolge durch Frauen: Erfolgsgeschichten

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Der 21. Juni steht seit 13 Jahren für eine Vielzahl bundesweiter Veranstaltungen zum Thema Unternehmensnachfolge durch Frauen. Das Motto: Nachfolge ist weiblich. Hier bieten Nachfolge-Experten Workshops und Beratungen an, unterstützen interessierte Nachfolgerinnen via Info-Telefon und beleuchten ein Phänomen, das nicht nur Frauen und Nachfolgerinnen, sondern mittel- bis langfristig die Zukunftssicherung vieler mittelständischer Unternehmen betrifft.

 

Frauen sind unterrepräsentiert in der Unternehmensnachfolge. Trotz wachsendem öffentlichem Diskurs in den letzten Jahren und einer Vielzahl von Netzwerken und Initiativen wie dem „Nationalen Aktionstags zur Unternehmensnachfolge durch Frauen“ ist der Anteil von Chefinnen im Mittelstand immer noch gering. Woran liegt das? Sind es Rahmenbedingungen, die vor allem Frauen und Müttern den Weg an die Spitze erschweren? Hilft es, überholte Rollenmuster und veraltete gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen oder braucht es eher ein individuelles Umdenken im Kopf – Stichwort Mindset-Wechsel? 

Bereits im vergangenen Jahr haben wir uns diese Fragen im Experten-Talk „Unternehmensnachfolge ist auch weiblich – Sie müssen sich nur trauen“ gestellt und beantwortet. Hier geht’s zu den spannendsten Erkenntnissen der Diskussion.

Darüber hinaus lohnt sich aber auch ein Blick auf drei Erfolgsgeschichten – Frauen, die ihre Stärken kombinieren und mit Kreativität und Durchhaltevermögen die Unternehmensnachfolge angetreten und gemeistert haben:

 

Nachfolge_GrondeyMaren und Laura Grondey: Die „jungen Schachteln“

 „Wir wollten niemandem etwas beweisen und uns war wichtig, eine neue Energie zu erzeugen: Wir nennen uns die jungen Schachteln.“

Maren und Laura Grondey haben 2011 die 1906 vom Urgroßvater gegründete Verpackungsfirma Siemer Verpackung von ihrer Mutter übernommen. Mit der Führung im Team und dem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit bringen sie in vielerlei Hinsicht frischen Wind in das über 100 Jahre alte Unternehmen.

„Wir sind zwei junge Frauen und damit schon etwas Besonderes in dieser eher männerdominierten Branche. Ich glaube, dass uns gerade zu Beginn nicht alle ernst genommen haben. Aber ich werde lieber unterschätzt als überschätzt“, so Maren Grondey.

Beide Schwestern sind Mütter, waren jeweils ein Jahr in Elternzeit und arbeiten nur noch 30 Stunden die Woche. Die Aufteilung der Geschäftsführung ermöglicht es ihnen, die Zeit zwischen Beruf und Familie gut auszugleichen.

 

Franziska Gerent-Augustin: Vom Gesang in die Bestattungsbranche

„Als Corona uns beruflich in die Knie zwang, haben wir schnell reagiert und zum 01.06.2020 das Unternehmen Steinke Bestattungen übernommen.“

Auch Franziska Gerent-Augustin kennt die Vorteile einer Nachfolge im Team. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Weg in die Nachfolge nicht immer geradlinig laufen muss. Die gelernte Reiseverkehrskauffrau ist seit 2014 Sängerin und machte sich im Musikgeschäft selbständig. Heute leitet sie als Unternehmensnachfolgerin ein Bestattungsinstitut – zusammen mit ihrem Ehemann. Ein Karriereschritt, den sie ohne Corona sicher erst später gewagt hätte.

 

Larissa Zeichhardt: Nachfolgerin in der Baubranche – immer noch eine Ausnahmeerscheinung

 „Aus eigener Erfahrung weiß ich aber auch, wie motivierend die Anerkennung von Dritten ist. Meine Schwester und ich wurden in der Nachfolgephase von Verband deutscher Unternehmerinnen (VdU) mit dem Next Generation Award ausgezeichnet und haben auf halber Strecke viel Kraft aus der Auszeichnung geschöpft.“

Larissa Zeichhardt fand ebenfalls über Umwege zur Nachfolge: Als ihr Vater starb, war sie selbst bereits mehrere Jahre erfolgreich im Konzern tätig. Sie hatte anfangs nur vor, ihre Schwester, die schon länger im Familienbetrieb war, in der Übergangsphase der Nachfolge zu unterstützen. Heute leitet sie das 1969 von ihrem Vater gegründete Elektromontageunternehmen LAT gemeinsam mit ihrer Schwester.

 

Hat das Thema „Frauen in der Unternehmensnachfolge“ Ihr Interesse geweckt? Sind Sie Nachfolgerin oder überlegen, ein Unternehmen zu übernehmen? Dann lesen Sie hier 5 Gründe, warum sich Frauen als Nachfolgerinnen positionieren sollten.

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