Beschreibung im Lexikon

Buchungssatz

Buchungssätze – Grundlagen für die doppelte Buchführung

Die Buchführung spielt eine wichtige Rolle in jedem Unternehmen. Ob junges Start-up oder etablierter Betrieb, alle Transaktionen sind in der doppelten Buchführung zu erfassen. Die Buchführungspflicht kann auch als Vorteil angesehen werden: Als kaufmännisches Informationsinstrument kontrolliert die Buchhaltung sämtliche geschäftlichen Vorfälle und erleichtert das Management. Erfasst werden alle Geschäftsvorfälle als Buchungssatz auf dem Sollkonto und auf dem Habenkonto. Die allgemeine Formel für Buchungssätze lautet: Soll an Haben. Werden also beispielsweise 100 Euro von der Kasse auf das Betriebskonto überwiesen, lautet der Buchungssatz für diese Transaktion: Bank 100 Euro an Kasse 100 Euro. Dieses Praxisbeispiel verdeutlicht folgende Grundregel bei der Buchung: Alle Konten, die auf der Sollseite bebucht werden, stehen vor dem „an“. Die auf der Habenseite bebuchten Konten stehen nach dem „an“.

Die wichtigsten Begriffe für Buchungssätze im Überblick

Das Rechnungswesen arbeitet mit speziellen Bezeichnungen, die für die Geschäftsvorfälle verwendet werden. Die Abkürzung „Verb. a. LuL“ etwa steht für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Dabei handelt es sich um erhaltene Lieferungen, die noch nicht bezahlt wurden. Entsprechend bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem Lieferanten. Außerdem wird in der Buchhaltung zwischen zwei verschiedenen Buchungssätzen unterschieden. Der einfache Buchungssatz bezieht sich auf alle Buchungen, bei denen zwei Konten bebucht werden. Sind mehrere Konten betroffen, wie etwa bei der Verbuchung von Löhnen inklusive Sozialabgaben, wird ein zusammengesetzter Buchungssatz gebildet.

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Buchungssatz bilden – einige Beispiele für die Praxis

Buchungssätze werden in allen Unternehmensbereichen angewendet. Von der Lohnbuchhaltung über den Wareneinkauf bis hin zu Forderungsbewertung fallen buchbare Transaktionen an. Die folgenden Beispiele verdeutlichen, wie die Buchungssätze in den einzelnen Untergruppen gebildet werden.

Buchung von Kreditzinsen

  • Beispiel: Es fallen Zinsen für ein Darlehen an, die per Banküberweisung gezahlt werden. Die Zinsen belaufen sich auf 7.500 Euro.
  • Der Buchungssatz hierfür lautet: Zinsaufwand 19.500 Euro an Bank 19.500 Euro

Buchung mit Umsatzsteuer

  • Beispiel: Das Unternehmen verkauft Produkte im Wert von 3.000 Euro brutto gegen Barzahlung.
  • Der Buchungssatz hierfür lautet: Kasse 3.000 Euro an Umsatzerlöse 2.521 Euro und USt. 19 % Euro

Buchung von Wareneinkäufen

  • Beispiel: Es werden Waren im Wert von 4.000 Euro netto eingekauft, die das Unternehmen nach 14 Tagen per Banküberweisung bezahlt.
  • Der Buchungssatz hierfür lautet: Wareneingang 4.000 Euro, VSt. 19 % Euro an Verb. a. LuL 4.760 Euro, Verb. a. LuL 4.760 Euro an Bank 4.760 Euro

Die Buchhaltung im Griff behalten – Tipps für Unternehmen

Für die korrekt geführte Buchhaltung ist es wichtig, die Formulierung von Buchungssätzen zu verstehen und richtig anzuwenden. Dabei geben die folgenden Schritte eine gute Hilfestellung:
1. Welche Konten werden von der Buchung berührt? Zuerst gilt es zu klären, welche Aktiv- und Passivkonten sowie Aufwands- und Ertragskonten betroffen sind.
2. Findet auf den betroffenen Konten ein Zugang oder ein Abgang statt?
3. Auf Aktivkonten werden Zugänge grundsätzlich auf der Sollseite gebucht und Abgänge im Haben.
4. Noch einmal die Ausgangsformel verinnerlichen: Soll an Haben

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