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Die Vorteile einer Unternehmensnachfolge im Team

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Nachfolge Führen im Team

Als Unternehmensnachfolger haben Sie das Interesse, die Übergabe auf die bestmögliche Art und Weise zu meistern. Womöglich haben Sie sich auch bereits über verschiedene Wege, die Nachfolge anzugehen, informiert. Doch der Blick auf aktuelle Trends der Unternehmensnachfolge zeigt, dass heute noch nicht alle Möglichkeiten neuer Nachfolgemodelle ausgeschöpft werden – wie etwa eine Übernahme im Team.

Der Nachfolgemonitor der Hochschule für Oekonomie & Management gGmbH fasst Erkenntnisse zur Unternehmensnachfolge in Deutschland zusammen. So macht der diesjährige Bericht deutlich, dass die Nachfolge im Team ein verhältnismäßig unterrepräsentiertes Thema ist. Dabei zeigen sich die gleichen Vorteile wie bei einer Neugründung, wo Experten häufiger zu einer mehrköpfigen Geschäftsführung raten.

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Mehr als 80 Prozent Solo-Nachfolger

Gerade einmal 17,5 Prozent der Nachfolgen erfolgen im Team, der Rest sind Solo-Nachfolgen. Von den wenigen Teams ist etwa jedes dritte ein gemischtes, mit 61 Prozent sind allerdings die Mehrheit reine Männerteams und gerade einmal 5 Prozent reine Frauenteams. Dabei bietet die geteilte Geschäftsführung eine Chance auf bessere Vereinbarkeit mit der Familie, die für Frauen meist noch eine höhere Herausforderung darstellt.

Was sind die Vorteile einer Nachfolge im Team? Eine Frage, sieben Antworten

Es wird Zeit, das Modell der Geschäftsführung im Team sichtbar und präsent zu machen. Erfolgreiche Nachfolge-Teams machen es vor und zeigen das hohe Potenzial. Ein Trend also, der erst noch einer werden muss: Hier kommen sieben Vorteile auf einen Blick.

#1: Vereinbarkeit mit der Familie

Übernehmen Sie eine Firma alleine, so fühlen Sie sich auch rund um die Uhr allein für sie verantwortlich. Eine konkrete Aufgaben- und Zeiteinteilung untereinander ermöglicht mehr Freiräume und Flexibilität für jeden Einzelnen. So erzählt zum Beispiel Unternehmensnachfolgerin Maren Grondey davon, wie die gemeinsame Übernahme mit ihrer Schwester Laura  den beiden jeweils ein Jahr Elternzeit ermöglichte.

#2: Förderung von Frauen in der Nachfolge

Der Frauenanteil in der Unternehmensnachfolge ist mit etwa 23 Prozent weiterhin gering, die Tendenz erschreckenderweise sogar sinkend. Der Nachfolgemonitor sieht unter anderem das Nicht-Erkennen der Nachfolge als Karriere als Grund, aber auch die schlechte Umsetzbarkeit im Alltag. Die Möglichkeit einer Nachfolge im Team macht diesen Weg grundsätzlich attraktiver und fördert die Geschlechtervielfalt. Aus den fünf Prozent reinen Frauenteams und 34 Prozent gemischten Teams ergeben sich 39 Prozent, in denen mindestens eine Frau in einer Führungsposition vertreten ist – ein verhältnismäßig hoher Anteil also. Sofern die Entscheidung auf eine mehrköpfige Geschäftsführung fällt, ist demnach auch die Chance auf mehr weiblich besetzte Spitzenpositionen hoch.

#3: Aufteilung nach persönlicher Expertise

Nicht nur die Zeiten, auch die Verantwortungsbereiche lassen sich bei einer Team-Nachfolge aufteilen – und zwar je nach Eigeninteresse und Expertise. Denn zu einer Übernahme gehören vielfältige Skills: neben der Führungs- und Sozialkompetenz ist das Branchenwissen und fachliche Know-how von hoher Bedeutung. Nachfolgerin Marie-Luise Raumland hat vor, sich die Bereiche der Geschäftsführung gemeinsam mit ihrer Schwester Katharina aufzuteilen, „um das Unternehmen effizient und vor allem qualitativ noch weiter voranbringen zu können.“ So machen es auch die selbst ernannten „jungen Füchse“, die in sechster Generation das Traditionshotel „Spielweg“ weiterführen: Während Kristin Fuchs sich auf den Service spezialisiert hat, kann Viktoria Fuchs ihrer Kreativität als Küchenchefin freien Lauf lassen – und trat sogar in einer von Tim Mälzer moderierten Kochshow an.

#4: Erfolgreiche familieninterne Nachfolge

Fehlt dem vorgesehenen Nachfolger das technische Know-how für die Übernahme, birgt das gerade in Familienunternehmen Krisenpotenzial – denn die Herzen aller Beteiligten hängen daran, die Firma im Familienbesitz zu behalten. Hier kann eine Doppelspitze die Lösung sein: wie bei Anna Wenzel, die den Schweißbetrieb Ihres Vaters übernehmen sollte, aber als gelernte Diplomkauffrau keine fachlichen Skills mitbrachte. Sie entschied sich für eine Mischung aus interner und externer Nachfolge und zog den Schweißtechniker Lukas Sommer als zweiten Geschäftsführer hinzu. Im Podcast erzählen die beiden von ihrer Aufgabenteilung.

#5: Work-Life-Balance

Selbst und ständig – die Verantwortung für Ihre Mitarbeiter und den Erfolg des gesamten Unternehmens lastet auf Ihren Schultern. In dieser Ausgangslage sind Auszeiten so notwendig wie unvorstellbar. Aber wie wäre es, wenn mindestens eine weitere Person im Boot ist, mit der Sie im ständigen Austausch sind und sich die Verantwortung teilen können? Ein Partner im Rücken, der die gleiche Erfahrung macht und dem Sie Aufgaben abgeben können, stellt eine enorme Entlastung dar. So betont Larissa Zeichhardt, die das Unternehmen LAT gemeinsam mit ihrer Schwester führt, den Vorteil, dass sie sich jederzeit gegenseitig vertreten können.

#6: Multiperspektivische Führung

Ein Team aus Nachfolgern ist ein Team aus Sparringspartnern. Und dabei gilt: Mehr Köpfe bringen mehr Erfahrungen, Ideen und Werte in das Unternehmen mit. So können Sie gemeinsam die besten Entscheidungen für Ihre Firma treffen. Die „WeiterMacher“ bestätigen: „Wenn mal ein Punkt aufkommt, bei dem wir unterschiedlicher Meinung sind, dann reden wir, analysieren wir, immer in der Sache, und gehen es ohne Eigeninteresse an. Menschen, die andere Perspektiven einbringen, bereichern, und am Ende kommt man immer zu einer besseren Lösung.“

#7: Diversität

Last but not least ist die Nachfolge im Team eine Chance für mehr Diversität – in Bezug auf die Geschlechter, aber auch etwa ethnische, religiöse und soziale Hintergründe. Wer ein diverses Team an die Spitze setzt, hat die besten Voraussetzungen, diese Vielfalt weiter in die Firma zu tragen. Mehr Fachkräfte und Digital Natives fühlen sich vom Unternehmen angesprochen. Sie als Team schließen möglichst viele verschiedene Blickwinkel in Ihre Entscheidungen ein – und statten sich somit bestmöglich für die Zukunft aus.

Nachfolge im Team – ein Modell mit Zukunft

Fazit: Es gibt keinen Grund, die Vorteile einer Teamführung bei Gründungen nicht auf die Unternehmensnachfolge zu übertragen. Vor allem für Familienunternehmen tun sich dabei neue und vielversprechende Wege auf. In Zeiten der Globalisierung und digitalen Transformation sind Agilität und Offenheit für neue Modelle außerdem besonders wichtig. Es lohnt sich also, ihre Stärken zu kombinieren, um im Team den Wandel der Arbeitswelt aktiv umzusetzen – und gerade im Mittelstand voranzutreiben.

Lesen Sie mehr dazu im Artikel „Welche neuen Nachfolge-Modelle sind im Trend?

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