Wir spielen gerade

Wir spielen gerade

Wandel zur People Company

Zurück zur Suche

Die Anforderungen an die HR-Abteilungen haben sich geändert. Während die Mitarbeiter früher in erster Linie „verwaltet“ wurden, geht es heutzutage verstärkt darum, die Mitarbeiter zu motivieren. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, die eigenen Mitarbeiter gut zu kennen. Eine People Company stellt die Mitarbeiter in den Mittelpunkt, befasst sich mit ihren Bedürfnissen und trifft auf dieser Basis Entscheidungen.

Ein Drittel aller Mitarbeiter sind unmotiviert

Warum Mitarbeitermotivation wichtig ist, liegt auf der Hand. Angesichts des hart umkämpften Arbeitsmarkts geht es darum, Talente langfristig an sich zu binden und die Mitarbeiter zu Bestleistungen zu motivieren. Eine Studie von Sage zeigt, dass hier in vielen Unternehmen ein hoher Nachholbedarf besteht. Laut der Studie arbeiten mehr als ein Drittel aller Arbeitnehmer aufgrund von mangelnder Motivation weniger als 30 Stunden pro Woche produktiv – eine Lücke, die gravierende wirtschaftliche Folgen haben kann. Um qualifizierte Arbeitskräfte anzuwerben und zu binden braucht es mehr als Tischfußball und kostenlose Getränke. Vielmehr geht es darum, positive Mitarbeitererfahrungen zu schaffen, um das Engagement und damit die Leistung und Produktivität der Mitarbeiter positiv zu beeinflussen.

Die Mitarbeiter kennenlernen

Eine People Company stellt ihre Mitarbeiter in den Mittelpunkt des Unternehmens. Um das umzusetzen benötigen HR-Abteilungen umfassendes Wissen um die Bedürfnisse und Anforderungen ihrer Mitarbeiter: Was haben Ihre Mitarbeiter für Vorstellungen, wie sie arbeiten möchten? Worauf legen sie besonderen Wert? Was motiviert sie? Regelmäßige Puls-Befragungen helfen beispielsweise dabei, solche Daten zu erheben.

Diese Informationen verfügbar zu haben, zu analysieren und entsprechende Maßnahmen daraus abzuleiten, ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer People Company. Damit einher geht der Einsatz moderner digitaler Technologien und ein kontinuierliches Performance-Management.

Digitale Tools unterstützen

Die richtige Cloud-Software hilft dabei, die Mitarbeitererfahrungen zu optimieren und auf Fakten basierte Entscheidungen zu treffen. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von Employee-Self-Service-Portalen, über die Mitarbeiter Personaldaten, Abwesenheiten und Reisekosten selbst eingeben und mit ihren Managern direkt austauschen können. Es geht auch darum, schnell und einfach Einblick in sicher geschützte Mitarbeiterdaten und -reportings zu erhalten. Hintergründe lassen sich auf diese Weise besser verstehen und analysieren, und bestimmte Trends sind auf einen Blick erkennbar.

Darüber hinaus ermöglicht die Software, HR-Prozesse zu automatisieren und damit zu vereinfachen und beschleunigen, zum Beispiel durch KI-gestützte Verfahren für die Talentsuche wie der Einsatz von Chatbots in der Frühphase von Recruiting-Prozessen.

Unternehmenskultur als entscheidende Komponente

Auch die Unternehmenskultur spielt eine zentrale Rolle bei einer People Company. Ein durch Vertrauen statt Kontrolle geprägter Führungsstil, eine Feedbackkultur und das Bestreben, ein Zugehörigkeitsgefühl für alle Mitarbeiter zu schaffen sind hier wesentliche Faktoren. Dazu gehört auch, eine vielfältige Belegschaft zum Beispiel im Hinblick auf Alter, Herkunft und Geschlecht auf allen Unternehmensebenen nicht nur zuzulassen, sondern auch aktiv zu fördern. Untersuchungen zeigen, dass gemischte Teams sehr viel innovativer und leistungsfähiger sind als weitestgehend homogene Teams.

Wandel über die nächsten zehn Jahre

Viele Unternehmen stehen erst am Anfang dieser Reise, wie eine Studie von Sage mit dem Titel „HR im Wandel“ zeigt. So haben nur 18 Prozent der HR-Führungskräfte das Gefühl, dass sie den Übergang von HR zu People bereits vollzogen haben. 86 Prozent gehen davon aus, dass die Umwandlung bis zu zehn Jahre dauern wird. Besonders beeindruckend ist, dass 82 Prozent der Personalverantwortlichen glauben, dass ihre Rolle in den nächsten zehn Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sein wird. Das zeigt, wie tiefgreifend die Einschnitte dieses Wandels für die HR-Abteilungen sind.

Höherer Mehrwert für das Business

Sich zu einer People Company zu entwickeln ist kein Prozess, der von heute auf morgen erfolgt. Die Einführung entsprechender Tools erfordert neue Fähigkeiten und Kompetenzen, die erst aufgebaut werden müssen. Es lohnt sich aber in jedem Fall, denn HR-Abteilungen können dadurch nur gewinnen: Indem sie sich sowohl intern als auch extern als moderner Arbeitgeber positionieren, und zufriedene, engagierte und leistungsfähige Mitarbeiter langfristig an sich binden. Darüber hinaus kann sich der HR-Bereich unternehmensintern als Vorreiter für moderne Prozesse und Arbeitsweisen positionieren, seinen Mehrwert für das Business steigern und somit eine Vorbildfunktion auch für andere Abteilungen einnehmen.