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Homeoffice: 5 Praxistipps für virtuelles Führen

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Arbeiten im Homeoffice war vor Ausbruch der Corona-Pandemie hierzulande eher die Ausnahme als die Regel. Das hat sich inzwischen geändert. Damit Arbeitsqualität, Motivation und Gesundheit der Mitarbeiter in den eigenen vier Wänden nicht leiden, braucht es vor allem gutes virtuelles Führen der dezentralen Teams.

Vom Lockdown zu Always on: virtuelles Führen von dezentralen Teams

Ursprünglich als Übergangslösung für Lockdown-Zeiten gedacht, wünschen sich viele Beschäftigte das Homeoffice längst als Dauerlösung. Laut einer Online-Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) sind 80 Prozent der Heimarbeiter mit dem Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden zufrieden. Viele würden auch nach Corona gerne weiterhin von zuhause aus arbeiten.

Herausforderungen für Führungskräfte

Das stellt vor allem Führungskräfte vor neue Herausforderungen. Denn derzeit gibt es aus Sicht vieler Homeoffice-Arbeiter durchaus noch Luft nach oben. So z.B. beim sozialen und professionellen Austausch, der Unterstützung durch Führungskräfte sowie der Verbundenheit im Team. Das wiederum hat eine Studie der Universität Konstanz ergeben. Demnach wünscht sich ein Viertel der „Heimarbeiter“ mehr Struktur, ein Fünftel mehr Ansprache.

„Unsere ersten Ergebnisse deuten darauf hin, dass für das Engagement der Beschäftigten das Verhalten der Vorgesetzten besonders wichtig ist“,

unterstreicht Studienautorin Sophia Zimmermann. Sie empfiehlt Führungskräften deshalb, Beschäftigte im Homeoffice nicht nur mit den ausreichenden Werkzeugen und Rahmenbedingungen auszustatten, sondern individuell auf die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter einzugehen.

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Folgende Tipps für virtuelles Führen helfen dabei:

  1. Regeln definieren

    Damit die Zusammenarbeit im Homeoffice funktioniert, braucht es klare Regeln. Nur so lassen sich Missverständnisse vermeiden und Erwartungen abgleichen. Erst recht, da das Arbeiten von zuhause für den Großteil der Mitarbeiter und Führungskräfte Neuland ist. Umso wichtiger ist es, Kernarbeitszeiten und Erreichbarkeiten zu definieren, Zuständigkeiten und Kommunikationswege zu regeln.

  2. In Kontakt bleiben

    Aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn: Gerade im Homeoffice benötigen Mitarbeiter verlässliche Strukturen und Routinen. Denn während im Büro vieles zwischen Tür und Angel ausgetauscht wird, muss der Informationsfluss im Homeoffice aktiv angestoßen werden. Führungskräfte sollten deshalb regelmäßige Online-Teammeetings oder Videokonferenzen zur Lagebesprechung einplanen und mit jedem Mitarbeiter mindestens einmal pro Woche persönlich telefonieren.

  3. Wir-Gefühl stärken

    Der gemeinsame Kaffee in der Mitarbeiterküche, das Schwätzchen in der Personalkantine, die gemeinsame Heimfahrt mit der Bahn – all das fällt im Homeoffice weg. Mitarbeiter im Homeoffice können sich deshalb einsam fühlen und ihr Team vermissen. Umso wichtiger ist es, dass Führungskräfte den Teamgeist weiter beschwören. Zum Beispiel durch einen regelmäßigen virtuellen Morgenkaffee, bei dem sich Mitarbeiter über aktuelle Projekte ebenso wie das eigene Befinden austauschen können.

  4. Vertrauenskultur entwickeln

    Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser. Was im Büro gilt, ist auch im Homeoffice nicht anders. Statt Mitarbeiter zur Erfassung der abgeleisteten Arbeitsstunden zu verdonnern, sollten Führungskräfte die Zügel ruhig etwas lockerer lassen. Denn was am Ende des Tages zählt, ist das Ergebnis – und nicht, wie viel Zeit der Mitarbeiter darin investiert hat. Zumal die Produktivität im Homeoffice aktuellen Studien zufolge keinesfalls sinkt. Im Gegenteil, unter den richtigen Voraussetzungen arbeiten virtuelle Teams demnach manchmal sogar effektiver zusammen als solche am selben Standort.

  5. Den Einzelnen im Blick halten

    Mehr Freiraum bedeutet aber nicht, dass Führungskräfte sich aus dem Arbeitsalltag ihrer Mitarbeiter komplett heraushalten sollten. Denn regelmäßiges Feedback ist für Beschäftigte im Homeoffice ein wichtiger Motivationsfaktor. Dabei sollten Führungskräfte unbedingt die persönlichen Belange der einzelnen Mitarbeiter im Blick halten und bei Bedarf individuelle Absprachen zu Arbeitszeit und Abgabefristen treffen.

Um die mobile Arbeit vom Homeoffice aus zu gewährleisten, sind wichtige Voraussetzungen zu schaffen. Auch diese können die Führungs- und Zusammenarbeit im Team und damit auch die Arbeitsmotivation effizient und sinnvoll erleichtern. Einige Tipps haben wir hier zusammengefasst.

HR-Fokus: Mitarbeiter-Lebenszyklus als Konzept

Die Forschung hat gezeigt, dass Unternehmen mit einer heterogenen Belegschaft bessere Leistungen erzielen. Wird Ihr Unternehmen den Bedürfnissen einer Belegschaft von 17 bis 70 gerecht? Ansprüche und Bedürfnisse der Mitarbeiter – über Generationen hinweg aber auch ganz individuell – sind sehr verschieden. Eine wichtige Rolle dabei spielt auch die Phase, in der sich jeder Mitarbeiter anhand seiner Unternehmenszugehörigkeit befindet.

Die Customer Experience bestimmt über Loyalität und Zufriedenheit von Kunden. Gleiches gilt für die Mitarbeitererlebnisse. Und die sind im Kampf um gute Fachkräfte heute entscheidend. So individuell wie die Kunden sind auch Ihre Mitarbeiter. Das Konzept des „Mitarbeiter-Lebenszyklus“ ebnet als konsequente Personalisierung des Personalmanagements den Weg zu positiven Mitarbeitererlebnissen. Wir stellen das Konzept in unserem HR-Fokus vor und beleuchten verschiedene HR Aufgaben unter diesem Gesichtspunkt.

Um alle Beiträge der Reihe zu sehen, klicken Sie bitte auf  „Mitarbeiterlebenszyklus“ unter den folgenden weiteren Themen: