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Kurzarbeitergeld (KUG): Neuerungen ab 2022!

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Mit der Kurzarbeit steht seit Jahrzeiten ein Instrument zur Verfügung, das Unternehmen in konjunkturell schwierigen Zeiten die Weiterbeschäftigung ihrer Mitarbeiter erleichtern soll. Der durch Arbeitsausfall entstehende Einkommensverlust wird durch die Zahlung des Kurzarbeitergelds abgemildert.

Im März 2020 wurden die Rahmenbedingungen für die Kurzarbeit vorübergehend angepasst. Die Zugangsvoraussetzungen wurden erleichtert, die Höhe des Kurzarbeitergelds wurde in Abhängigkeit von der Bezugsdauer erhöht und den Arbeitgebern wurden die Sozialversicherungsbeiträge erstattet, die sie während der Kurzarbeit für ihre Arbeitnehmer zusätzlich abführen müssen.

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KugverlV am 24. November beschlossen

Diese Sonderregelungen wurden seitdem mehrfach verlängert, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Zum Jahreswechsel 2021/2022 laufen nun einige Regelungen aus, während die Geltungsdauer anderer Regeln erneut verlängert wurden. Hierfür wurde die Verordnung über die Bezugsdauer und Verlängerung der Erleichterungen der Kurzarbeit (Kurzarbeitergeld­verlängerungs­verordnung – KugverlV) vom 24. November 2021 beschlossen.

Folgende Regeln gelten bis Ende März 2022 weiter:

  • Der Anteil der Beschäftigten, die im Betrieb vom Arbeitsausfall betroffen sind, muss mindestens 10 Prozent betragen. Ohne Sonderregelung müsste mindestens ein Drittel der Belegschaft betroffen sein.
  • Die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitergeld beträgt 24 Monate. Ohne Sonderregelung könnte für maximal 12 Monate Kurzarbeitergeld abgerechnet werden.
  • Die Beschäftigten müssen keine negativen Arbeitszeitsalden aufbauen, um konjunkturelles Kurzarbeitergeld oder Saison-Kurzarbeitergeld zu erhalten.
  • Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • Bis Ende 2021 galt, dass bei einer Bezugsdauer von mehr als drei Monaten das Kurzarbeitergeld angehoben wird. Ab Januar 2022 gelten nun unabhängig von der Bezugsdauer wieder die alten Leistungssätze von 60% bzw. 67% des ausgefallenen Nettos.

Dennoch will die Bundesregierung mit dem Kurzarbeitergeld weiterhin die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abmildern und so viele Beschäftigte wie möglich in Arbeit halten – auch über den Jahreswechsel hinaus. Daher gelten neben den oben beschriebenen erleichterten Zugangsbedingungen auch finanzielle Hilfen für Unternehmen.

In der Zeit von Januar bis März 2022 gilt für die Erstattung der Sozialversicherungsbeträge folgendes:

  • Die Arbeitgeber erhalten eine Erstattung auf die von ihnen allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 50%.
  • Eine zusätzliche Erstattung von 50% erfolgt, wenn die Beschäftigten während der Kurzarbeit eine anerkannte Weiterbildungsmaßnahme absolvieren.

Darüber hinaus können für den Besuch anerkannter Weiterbildungsmaßnahmen auch die Lehrgangskosten in Abhängigkeit von der Betriebsgröße ganz oder teilweise erstattet werden. Mehr zu weiteren gesetzlichen Neuerungen zum Jahreswechsel lesen Sie in unserem kostenfreien E-Book „Lohnwegweiser 2022“.

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