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Vier Fähigkeiten, die Personalentscheider in Zukunft brauchen

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Wie schätzen Sie Ihre Fähigkeiten als Personalentscheider ein? Das haben wir im Sage Forschungsbericht HR im Wandel 500 Führungskräfte und Personaler gefragt. Das Ergebnis: Weniger als ein Drittel betrachtet sich selbst als Experte. Auf den ersten Blick beunruhigend, auf den zweiten gar nicht so verwunderlich: Mit dem Wandel von HR gehen neue Anforderungen einher. In Zukunft hat Ihre Abteilung einen immer umfassenderen Aufgabenbereich abzudecken, denn es sind nicht nur einige, sondern alle Teilbereiche von der Neuausrichtung betroffen. Immer wichtiger werden Ihr technisches Know-how, Ihre Agilität und Innovationskraft. Heute schon Experte in allen Bereichen zu sein, ist utopisch – schließlich gehen 86 Prozent der Umfrageteilnehmer davon aus, dass die Rolle des Personalvorstands schon in zehn Jahren nicht mehr wieder zu erkennen sein wird.

Diskrepanzen zwischen Anforderungen und Fähigkeiten

Dabei sticht ins Auge: Es gibt offenbar Lücken zwischen den neuen Anforderungen und den jetzigen Fähigkeiten laut Selbsteinschätzung. Gerade die Bereiche, die die Befragten als die wichtigsten in den kommenden Jahren einstufen, sind die, in denen ihnen Know-how fehlt. Die größten Lücken sehen sie demnach in der Technikaffinität, Kreativität und im Bereich People Analytics, also smarte Datenerhebung für optimiertes HR Management.

Höhere Erwartungen an Personalentscheider

Der Einfluss zufriedener, produktiver und kompetenter Mitarbeiter auf den Erfolg Ihres Unternehmens ist heute klarer denn je – und daraus ergibt sich, dass optimierte Personalentscheidungen oberste Priorität in der Arbeitswelt der Zukunft haben. Sie sind von strategischem Wert für Ihr Unternehmen und tragen aktiv zum Wachstum bei. Diese tragende Rolle, dazu die Digitalisierung, komplexe Compliance-Auflagen, neue Arbeitsweisen und eine Mehrgenerationen-Belegschaft – das alles bringt massiv gestiegene Erwartungen an Ihre Qualifikationen mit sich. Ein Blick auf die vier künftig wichtigsten Fähigkeiten lohnt sich:

1.Kommunikation

Das A und O der erfolgreichen Personalführung ist Ihre Fähigkeit zur Kommunikation. Die befragten Personalentscheider stufen diese Kompetenz als die wichtigste für die Zukunft ein. Diskrepanzen zu den bestehenden Fähigkeiten scheint es hier aber keine zu geben – Ihre kommunikativen Skills sind und bleiben unverzichtbar für die Arbeit im HR-Bereich.

2. People Analytics

Mehr als drei Viertel der Teilnehmer sind der Ansicht, dass der Bereich People Analytics in den nächsten drei Jahren an Bedeutung gewinnt. Allerdings sind lediglich 28 Prozent der Ansicht, dass sie über entsprechende Fähigkeiten auf Expertenniveau verfügen. People Analytics ist dabei ein Oberbegriff für smarte und umfangreiche Datenerhebung rund um Ihre Mitarbeiter – ihre Zufriedenheit, Selbsteinschätzung, Leistung, ihre Anforderungen und Bedürfnisse. Effektive Analysen ermöglichen Ihnen, Ihre Mitarbeiter genauso gut kennen zu lernen wie Ihre Kunden. Außerdem können Sie dadurch die Unternehmenskultur prägen und flexibel auf die Stimmung im Team eingehen.

3. Kreativität

Eine ähnliche Kluft zwischen Anforderungen und Fähigkeiten sehen die Befragten bei der Kreativität: 73 Prozent gaben an, dass diese Eigenschaft in drei Jahren eine wichtige Fähigkeit im HR-Bereich sein wird, dennoch halten sich nur 28 Prozent für kreative Experten. Dabei ist Kreativität ein Wegbereiter der Innovation: Nur wer über den Tellerrand hinausblickt und vorausschauende, originelle Ideen einbringt, kommt in der schnelllebigen Arbeitswelt zurecht und schafft echten Mehrwert.

 4. Technikaffinität

Dass digitale Kompetenzen als die wichtigsten unserer Zeit zu betrachten sind, ist nicht erst seit der Corona-Pandemie klar. Technische Versiertheit ist eine Triebfeder des Wandels. Ausgerechnet diese ist jedoch laut Umfrage diejenige Kompetenz, an der es im HR Management aktuell am meisten mangelt. Gerade einmal ein Viertel der befragten Personaler sieht sich als Technikexperten, während aber fast drei Viertel von Ihnen technische Fähigkeiten als besonders wichtig einstuft. Für Sie als Personaler werden sich die verwendeten Technologien im Bereich HR ändern: Weitere Ergebnisse unseres Berichts zeigen etwa, dass Cloud- und Mobiltechnologien, erweiterte Intelligenz und Automatisierung eine immer größere Rolle spielen.

Diskrepanzen als Chancen sehen

Die Ergebnisse zeigen, dass im Bereich HR momentan vieles im Wandel ist. Die notwendige Ergänzung Ihrer traditionellen Kompetenzen um neue Fähigkeiten und Experten im Team bietet Entwicklungschancen. Dabei kann auch die engere Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen helfen, denn Austausch ist in Zeiten des Wandels immer die erste und beste Maßnahme. Nichtsdestotrotz geschieht dieser Wandel nicht ohne Ihre Initiative: Die Erwartungen an Personalentscheider verändern sich nicht nur in Bezug auf die aufgeführten Skills, sondern auch von Mitarbeiter-Seite, wie fast 70 Prozent der Umfrageteilnehmer prognostizierten. Immer stärker ist der Wunsch, für ein Unternehmen zu arbeiten, das die eigenen Werte vertritt und das durch Wertschätzung und Motivation Freude an der Arbeit ermöglicht. Hier kommen Sie ins Spiel: Mit diesem Trend im Blick können Sie den Übergang zu einem mitarbeiterorientierten HR Management anstoßen und vorantreiben.

So gelingt die Anpassung

Künftig benötigen Sie Experten auf jedem dieser Gebiete. Letztendlich ist also Ihre Führungskompetenz gefragt: Es gilt nicht, Experte für alles zu sein – sondern vor allem in einem Bereich: der Gestaltung und Koordination der neuen Rollen und Zuständigkeiten, sodass daraus ein nachweislicher Mehrwert für das ganze Unternehmen resultiert.